Mut machen, Visionen haben und Träume verfolgen

Sie sind seit 25 Jahren am MCI. Was hat sich in dieser Zeit entwickelt?

Ich freue mich riesig, was hier alles entstanden ist. Allein die Zahlen sprechen für sich: 3.500 Studierende, 300 Partneruniversitäten, 400 MitarbeiterInnen, 1.000 Lehrbeauftragte, 13.000 Alumni, tausende zufriedene Arbeitgeber, laufende Spitzenplätze in Rankings usw. Besonders zuversichtlich stimmt mich dabei unser großartiges Team, das täglich das Unmögliche möglich macht und mit Energie, Motivation und Leidenschaft Neues entstehen lässt.

Was ist die größte Herausforderung als Rektor?

Die größte Herausforderung für das MCI und unseren Standort sehe ich darin, wie man Menschen findet, die sich etwas trauen, sich für etwas einsetzen, für sich und ihr Umfeld Verantwortung übernehmen, die das Unmögliche wagen und bereit sind, neue Wege zu beschreiten. Wir müssen die um sich greifende Haltung überwinden, alles bis ins Letzte regeln und bürokratisieren zu wollen, und dürfen nicht in eine Kultur verfallen, die auf die Vermeidung des letzten denkmöglichen Fehlers fokussiert ist. Wir sollten nicht jene belohnen, die in ihrem Leben nie einen Fehler gemacht haben, sondern Menschen, die Visionen haben und etwas mutig anpacken. Und schließlich – das ist ohnehin bekannt – gilt es, endlich den so lange in Aussicht gestellten MCI Campus zu realisieren. So kann es nicht weitergehen.

Was war Ihr Berufswunsch als Kind?

Schriftsteller, Maler, Arzt oder Forscher oder reich heiraten. Für all das haben mir aber die Begabung, die Geduld oder das Aussehen gefehlt. Davon abgesehen hatte der Stiftspropst meines Heimatorts Seekirchen mich als Priester gesehen und bereits im Salzburger Borromäum angemeldet. Es scheint dann aber in meinem Verhalten etwas dagegen gesprochen zu haben.

Was würden Sie jungen Menschen raten?

Wir leben in einer Zeit, in der allein der Gedanke an Leistung schon als etwas Verkrampftes, Befremdliches, Bedrohliches und beinahe Verwerfliches empfunden wird. Dabei gibt es kaum etwas Schöneres, Sinnstiftenderes und Erfüllenderes, als etwas schaffen, bewegen und gestalten zu dürfen und andere auf dem Weg mitnehmen zu können. Für mich hat das mit künstlerischem Wirken und kreativer Entfaltung zu tun. Junge Menschen sollten zu träumen wagen und nicht zögern, ihre Träume zu verwirklichen!           

Zur Person

Nach Studien in Linz, Innsbruck und Bologna und einer wissenschaftlichen Laufbahn an den Instituten für Finanzwissenschaft und Unternehmensführung wurde der promovierte Ökonom Andreas Altmann im Jahr 1995 zum Gründungsgeschäftsführer des MCI bestellt und im Jahr 2012 auch zum Rektor ernannt.

Mut machen, Visionen haben und Träume verfolgen
MCI-Geschäftsführer Andreas Altmann

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