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Arbeitslosenquote in Tirol weiterhin sehr niedrig

Foto: Shutterstock
Die Arbeitslosenquote in Tirol bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Arbeitslosenquote in Tirol weiterhin sehr niedrig

Die Arbeitslosenquote in Tirol bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Mit Stichtag 31.05.2023 sind in Tirol 15.690 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um +111 Menschen mehr (+0,7 %). 41,0 % der arbeitslos vorgemerkten Menschen haben bereits eine Einstellzusage von einem Betrieb. Österreichweit liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei +4,3 % und aktuell gibt es in Österreich 248.037 Arbeitslose. Bei 15.690 Arbeitslosen und geschätzten 343.000 unselbständig Beschäftigten (+2.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im Mai 2023 in Tirol 4,4 %.

„Wir freuen uns, dass sich der Tiroler Arbeitsmarkt weiterhin sehr robust zeigt. Trotz der anhaltend hohen Inflation liegt die Arbeitslosenquote auf dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres.“ Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführung AMS Tirol

Anzahl der offenen Stellen deutlich gesunken

Ende Mai waren beim AMS Tirol insgesamt 8.790 offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet. Im langjährigen Vergleich ist der Stellenbedarf damit weiterhin sehr hoch. Im Vorjahresvergleich ist die Anzahl der offenen Stellen jedoch um -24,2 % bzw. -2.802 gesunken. Am meisten Personal wird in der Beherbergung und Gastronomie mit 2.052 offenen Stellen (-38,7 % im Vorjahresvergleich) und im Handel mit 1.925 offenen Stellen (-11,2 %) gesucht. Ein besonders starker Rückgang kann zudem bei der Arbeitskräfteüberlassung beobachtet werden (-46,1 %).

„Der Personalmangel bleibt die größte Herausforderung für die Tiroler Unternehmen. In den letzten Wochen haben wir im Rahmen unserer AMS Business Tour 730 Betriebe besucht, um sie bei der Personalsuche zu unterstützen und gemeinsam Handlungsspielräume auszuloten.“ Sabine Platzer-Werlberger, Landesgeschäftsführung AMS Tirol

Die Dynamik am Stellenmarkt nimmt im Vorjahresvergleich leicht ab. 5.869 Personen haben sich im Laufe des Mai beim AMS Tirol arbeitslos vormerken lassen (-9,5 %). Erfolgreich in Arbeit vermittelt wurden im Mai 6.987 Personen (-0,2 %), wovon 91,8 % kürzer als 3 Monate arbeitslos vorgemerkt waren. Offene Stellen zur sofortigen Besetzung wurden um -6,0 % weniger gemeldet als im Vorjahr. Erfolgreich besetzt wurden um +14,6 % mehr Stellen.

Frauen saisonbedingt stärker von Arbeitslosigkeit betroffen

Mit Ende Mai sind 8.107 Frauen und 7.583 Männer in Tirol arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei den Frauen um -2,6 % gesunken und bei den Männern um +4,5 % gestiegen. Die Arbeitslosenquote der Frauen liegt mit 4,8 % deutlich über jener der Männer (4,0 %).

Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat spürbar gesunken
Bei den länger als 1 Jahr arbeitslos vorgemerkten Menschen ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um -32,9 % auf 767 Personen zu verzeichnen. Seit dem Höchststand Ende April 2021 (3.397) sank die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich. Nach einem leichten Anstieg im Vormonat April (+7 auf 807) ist die Langzeitarbeitslosigkeit im Mai wieder gesunken.
70,0 % sind älter als 50 Jahre, 65,1 % haben gesundheitliche Vermittlungseinschränkungen oder eine Behinderung und 47,1 % haben maximal einen Pflichtschulabschluss.

Berufliche Ausbildung ist bestes Mittel gegen Arbeitslosigkeit

39,5 % der Ende Mai vorgemerkten Arbeitslosen haben maximal Pflichtschulabschluss. Diese Menschen haben weder einen Lehrabschluss noch eine höhere Schulausbildung und waren hauptsächlich in Hilfsberufen tätig. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit maximal Pflichtschulausbildung lag im April 2023 zuletzt bei 13,6 %. Bei Personen mit abgeschlossener Lehrausbildung liegt dieser Wert mit 5,3 % und bei Akademiker_innen mit 1,6 % deutlich darunter. Mit Stichtag 31.05.2023 befinden sich 2.266 Personen in Schulungsmaßnahmen des AMS Tirol. Das sind im Vorjahresvergleich um -288 Personen oder -11,3 % weniger.

Unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Bezirken und nach Alter
Der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte in den Bezirken Kitzbühel (+6,4 %) und Kufstein (+2,1 %) beobachtet werden. In Imst (+1,6 %), Landeck (+1,1%), Innsbruck Stadt/Land (+1,0 %) und Schwaz (+0,2 %) stieg die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich nur leicht. Gesunken ist die Anzahl der arbeitslos vorgemerkten Personen in den Bezirken Reutte (-1,7 %) und Lienz (-9,5 %). Überdurchschnittlich stark gestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen zwischen 20 und 24 Jahren (+8,7 %). Im langjährigen Vergleich ist die Jugendarbeitslosigkeit aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Arbeitslosigkeit von Älteren (50 Jahre und älter) ist im Vorjahresvergleich um -1,8 % gesunken.

Beschäftigtendaten April 2023

Mit 339.449 aufrechten Dienstverhältnissen waren Ende April 2023 so viele Menschen wie nie zuvor in Tirol unselbständig beschäftigt. Das sind um +4.175 Personen mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Beschäftigten mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist im Vorjahresvergleich um -384 Personen gesunken. Die Anzahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg im Vergleich zum Vorjahr um +4.733. Besonders stark zugenommen hat die Zuwanderung auf den Tiroler Arbeitsmarkt aus Deutschland (+938), der Ukraine (+799), Ungarn (+635), Rumänien (+363) und Syrien (+347). Nach Branchen ist die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialwesen (+964), in der Warenherstellung (+852), in der Beherbergung und Gastronomie (+777) und in der öffentlichen Verwaltung (+607) besonders deutlich gestiegen. Der relativ größte Anstieg war mit +5,9 % in der Informations- und Kommunikationsbranche. Gesunken ist die Beschäftigung hingegen im Bauwesen (-164) und im Handel (-142).



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