100ster Klimabündnis-Betrieb in Tirol

Foto: Klimabündnis Tirol/Florian Lechner
Neue Klimabündnis-Betriebe in Tirol feierlich ins Netzwerk aufgenommen.

100ster Klimabündnis-Betrieb in Tirol

Neue Klimabündnis-Betriebe in Tirol feierlich ins Netzwerk aufgenommen.

Über 100 Tiroler Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen haben seit 2019 mit Klimabündnis Tirol einen KlimaCheck durchlaufen und werden in den kommenden Jahren breit gefächerte Maßnahmenpläne für den Klima- und Umweltschutz umsetzen. 28 Betriebe wurden gestern in Innsbruck ausgezeichnet.

Klimabündnis-Betriebe achten auf eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise und nehmen so eine Vorbildrolle in der Gesellschaft ein. Ob bei der betrieblichen Beschaffung, beim Energieverbrauch oder der Mobilität der Mitarbeiter:innen – Unternehmen können viele Hebel in Bewegung setzen, um einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt zu leisten. Seit 2019 haben sich über 100 Tiroler Unternehmen und Vereine aus sämtlichen Wirtschaftssektoren und dem Sozialbereich für klima- und umweltfreundliches Wirtschaften entschieden. Das Klimabündnis Tirol unterstützt sie bei der Erarbeitung von Zielen und der Umsetzung von konkreten Maßnahmen.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist das Gebot der Stunde“, ist Landesrätin und Klimabündnis-Obfrau Cornelia Hagele überzeugt. „Klimabündnis-Betriebe leisten mit ihrem Engagement einerseits einen Beitrag zu einer klimagerechten Welt und einer nachhaltigen Gesellschaft. Andererseits entstehen aber auch konkrete Vorteile für den Betrieb, wie zum Beispiel die Kostenersparnis durch einen bewussteren Umgang mit Energie“, so Hagele anlässlich der Aufnahme von 28 Unternehmen als Klimabündnis-Betriebe am 29. November in Innsbruck.

„Besonders freut mich, dass heuer auch erstmals Unternehmen aus Osttirol den KlimaCheck absolviert haben. Damit konnten wir unser Betriebe-Netzwerk auf alle Tiroler Bezirke ausdehnen. Vom kleinen Einzelunternehmen über Familienbetriebe bis hin zu Großunternehmen mit über 250 Mitarbeiter:innen, jeder einzelne Beitrag zur Erreichung der nationalen und internationalen Klimaschutzziele zählt“, betont Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger.

Verkehrsunternehmen und Schwimmbäder sind mit dabei

Zu den jüngsten Mitgliedern im Klimabündnis-Netzwerk zählen wichtige kommunale Einrichtungen. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) und die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) leisten verstärkt Beiträge zu einer umweltfreundlichen Mobilität und der Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) werden in den vier Standorten Baggersee Roßau, dem Dampfbad Salurner Straße und in den Hallenbädern Olympisches Dorf und Amraser Straße Maßnahmen für mehr Energieeffizienz umsetzen. Auch für das Freizeitzentrum Atoll Achensee in Maurach spielen Energiesparmaßnahmen eine zentrale Rolle, um Kosten zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Die ADLER-Werk Lackfabrik in Schwaz stellt umweltschonende und kreislauffähige Farben und Lacke her. Mit dem Ausbau von erneuerbaren Energieträgern und der thermischen Sanierung des Gebäudebestandes soll die Produktion noch klimafreundlicher werden.

Mit der unternehmerischen Hochschule MCI bekennt sich auch eine Bildungseinrichtung zu mehr Nachhaltigkeit bei Dienstreisen und bei Veranstaltungen.

Die soziale Nachhaltigkeit ist eine wichtige Säule einer klimagerechten Zukunft. Die Bildungs- und Beratungseinrichtung Frauen aus allen Ländern in Innsbruck schult ihre Klientinnen im sparsamen Umgang mit Energie und unterstützt so einkommensschwache Haushalte. Das AufBauWerk Nikolsdorf in Osttirol lehrt Jugendlichen mit Förderbedarf einen sorgsamen Umgang mit der Umwelt und Nahrungsmitteln.

Nachhaltiges Wirtschaften macht auch vor dem Tourismus nicht Halt. Im Pitztal haben 7 Beherbergungsbetriebe im Programm Clean Alpine Regions (CLAR Pitztal) CO2-Bilanzen erstellt und sind nun auch Teil des Klimabündnis-Netzwerks. Hier werden vor allem Klimaschutzmaßnahmen in den Bereichen Mobilität und Verpflegung umgesetzt.



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