Nachhaltigere Entwicklung bei der Plansee-Gruppe

Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die Außerferner Industrie-Gruppe Plansee nicht erst in letzter Zeit. „Hätte Plansee nicht nachhaltig agiert, wäre das Unternehmen nicht 100 Jahre alt geworden“, erklärt Vorstandsvorsitzender Karlheinz Wex. Neben Produkten, Rohstoffbeschaffung, Prozessen u. v. m. sei etwa Bildung so ein Thema, bei dem schon seit Jahrzehnten auf Nachhaltigkeit für Plansee wie für die Region geachtet worden sei. Letztes Beispiel sei die Unterstützung der HTL in Reutte.

Nun wird aber dem ökologischen Aspekt immer größere Bedeutung eingeräumt. Ein Projektteam hat Kunden, Mitarbeiter und Führungskräfte zu ihren Nachhaltigkeitserwartungen befragt und die Strategien wichtiger Wettbewerber analysiert. Dabei brachten Mitarbeiter und Führungskräfte den Wunsch zum Ausdruck, Plansee müsse sogar Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit werden.

Experten der Unternehmensgruppe haben 50 Vorschläge erarbeitet. Die Agenda reicht von „Material- und Ressourceneffizienz in der Produktion“ über „Nachhaltige Produkt- und Technologieinnovationen“ bis zu „Ökologischen und sozialen Aspekten in der Lieferkette“. Diese Handlungsfelder hätten künftig auch größte Bedeutung für den Geschäftserfolg, ist sich Wex sicher. Für ihn ist diese Entwicklung auch notwendig, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Was aber bei Plansee ganz sicher nicht passieren werde, sei ein Greenwashing des Unternehmens – also eine Scheinökologisierung zu Marketingzwecken. Denn jede Kilowattstunde erzeugter Strom bedinge unweigerlich einen CO2-Ausstoß. Daran sei nicht zu rütteln. Kennzahlen wie der CO2-Fußabdruck des Unternehmens oder produktbezogene CO2-Emissionen müssten von einem verantwortungsvollen Nachhaltigkeitsmanagement klar benannt werden.

Nachhaltigere Entwicklung bei der Plansee-Gruppe
Mitarbeiter, Führungskräfte und Kunden bei Plansee sind sich einig. Nachhaltigkeit muss zentrales Thema im Industriebetrieb werden.

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