Nachhaltigkeit: Sparkasse Imst nimmt Verantwortung wahr

Das Oberländer Finanzinstitut setzt in Sachen Umweltbewusstsein, Energie- und Ressourcennutzung ein klares Zeichen. Eine Vielzahl an konkreten Ansätzen wird konsequent verfolgt und umgesetzt: Von der Photovoltaikanlage am Dach der Hauptanstalt in Imst über die Umstellung des Fuhrparks auf Elektroautos bis hin zum Job Bike, einer Initiative, welche den Umstieg aufs Fahrrad erleichtern soll.

Seit 2018 erzeugt die Sparkasse Imst mittels Photovoltaikanlage ihren eigenen Strom und trägt somit aktiv dazu bei, den CO₂-Fußabdruck deutlich zu reduzieren. Im ersten vollen Betriebsjahr produzierte die Anlage 23.785 KWh Strom, in den Folgejahren waren die Werte ähnlich. Davon fließt nur ein geringer Anteil in das öffentliche Stromnetz. Der Großteil – rund 93 Prozent – wird zur Deckung des Eigenbedarfs verwendet. Die Beheizung der Standorte erfolgt mit Öko-Strom bzw. mit Fernwärme. Sämtliche Zahlen und Entwicklungen werden in einem jährlichen Bericht dokumentiert. Dieser dient als Steuerungsinstrument zur Optimierung und Einsparung. „Wir verstehen Nachhaltigkeit als gesellschaftliche Verantwortung, wie sie seit 140 Jahren im Gründungsauftrag der Sparkasse Imst verankert ist. Dazu zählt für uns eine intakte Umwelt genauso wie ein verantwortungsvolles Miteinander in der Region“, betonen die beiden Vorstände, Mario Kometer und Markus Scheiring. 

Job Bike für Mensch und Umwelt 

Ein 2022 gestartetes Projekt soll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Umstieg auf E-Mobilität motivieren: Durch die Aktion „Job Bike“ kommen die Angestellten kostengünstig zu E-Bikes. Sie schaffen ihre Räder bei Partner-Händlern in der Region individuell an. Die Sparkasse Imst finanziert den Kauf. Der Preis wird dann auf 48 Monatsraten aufgeteilt und anteilig vom Gehalt abgezogen. Dadurch ergeben sich für die MitarbeiterInnen steuerliche Vorteile und eine Kostenersparnis von bis zu 35 Prozent. Zusätzlich erhalten sie pro E-Bike eine Förderung von 250,- Euro. Christian Nöbl, Filialleiter in der Imster Oberstadt, war von diesem Impuls sofort angetan: „Ich stand 30 Minuten nachdem ich von der Aktion gehört hatte beim Händler und habe mir ein neues Bike ausgesucht.“ Nöbl, der in Grins zuhause ist, nutzt das E-Bike bei entsprechenden Verhältnissen als Job Bike, um damit zur 25 Kilometer entfernten Arbeitsstelle nach Imst zu gelangen. „Ich bin mittlerweile ein begeisterter E-Bike-Fahrer“, erzählt der Familienvater. „Wenn ich schnell hinunter nach Landeck zum Einkaufen muss oder ins Schwimmbad, bleibt das Auto stehen.“ Mehrere KollegInnen haben es Nöbl bereits nachgemacht. 

Vielfältige Ansätze 

Eine weitere Initiative betrifft die Mobilität: Im Herbst dieses Jahres ersetzt die Sparkasse Imst den bisherigen Transporter durch einen E-Vito von Mercedes. Dafür ließen die Verantwortlichen eine E-Tankstelle in der Tiefgarage installieren. In weiterer Folge soll der ohnehin mit vier Firmenfahrzeugen schlank gehaltene Fuhrpark sukzessive auf Elektroautos umgestellt werden. Und auch beim seit 2016 jährlich ausgerufenem Förderpreis nimmt der Nachhaltigkeitsgedanke eine wesentliche Rolle ein. So wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig eine Vielzahl an nachhaltigen Projekten eingereicht und auch ausgezeichnet, wie etwa die Bienenzucht in Kappl, die Initiativen „Schulweg ist Fußweg“ oder „Frischluft for School“ der Volksschulen Imst. 

Europaweite Richtlinien 

Die gesamte europäische Bankenlandschaft beschäftigt sich mit dem Thema nachhaltiger Finanzierungen bzw. wird dieses von den nationalen Aufsichtsorganen vorgegeben. In der Finanzbranche spricht man dabei von der Environment Social Governance (ESG)-Strategie. Umwelt-, Sozialrisiken und Risiken der Unternehmensführung bilden die Grundlage für jene Leitlinien, die auf europäischer Ebene sämtliche Bestrebungen rund um Nachhaltigkeitsthemen regeln. Für Unternehmen gewinnen diese Punkte zusehends an Bedeutung, wenn es um Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Wachstumsmöglichkeiten geht. 

Grüne Finanzierungen 

Auch der Sektor der Erste Group in Österreich gibt Richtlinien vor: So wird bei Kreditvergaben seit kurzem geprüft, wie nachhaltig die einzelnen Wohnbau-Finanzierungen sind. Der Energieausweis dient hierbei als Grundlage zur Erfassung der ESG-Daten. „Finanzierunggespräche entwickeln sich in eine sehr technische Richtung. Das Lesen und Analysieren eines Energie- oder CO₂-Haushaltes gehört zu einem Beratungsgespräch dazu. Wir erfassen die Daten und werten diese aus“, betont Andreas Huter, Leiter des wohn² Centers der Sparkasse Imst. 

Nachhaltig investieren 

Im Bereich der Veranlagungen nimmt der grüne Aspekt nicht nur von Seiten der Aufsicht zu, sondern wird auch verstärkt von den KundInnen aktiv nachgefragt. In den Rahmenbedingungen für Beratungsgespräche gibt der Gesetzgeber vor, dass zumindest ein alternatives grünes Produkt im Angebot enthalten ist. René Venier, Abteilungsleiter Private Banking, erklärt: „Sowohl im ETF-Bereich wie auf Fonds-Ebene sind nachhaltige Investments möglich. Unsere Kundinnen und Kunden können bei uns jedes gewünschte Produkt kaufen.“  
Speziell im Anlagesegment ist das Greenwashing – das Schönfärben von Klimazielen, für die es in Wahrheit keine hinreichenden Grundlagen gibt – ein wichtiges Thema. „Greenwashing sorgt für gewisse Schwierigkeiten bzw. auch Herausforderungen. Wer sicher gehen möchte, dass die Produkte tatsächlich ‚Green Invests‘ sind, der muss sich genau damit auseinandersetzen. Wir arbeiten mit spezialisierten Fondsgesellschaften zusammen und prüfen die Produkte auf ihre Zusammensetzung gemäß den individuellen Kundenpräferenzen“, betont Benjamin Hörtnagl, Private Banking-Spezialist der Sparkasse Imst. Er verfasste erst kürzlich seine Masterarbeit zu diesem Thema. 

Gemeinsam für die Zukunft 

Die Sparkasse Imst nimmt ihre Verantwortung in Umweltfragen auf verschiedensten Ebenen wahr. Das Engagement in diesem Bereich reicht weit über die europäischen Richtlinien sowie jene der Österreichischen Sparkassengruppe hinaus. Diesen Weg wollen die beiden aktuellen Vorstände, Mario Kometer und Markus Scheiring, konsequent weitergehen: „Wir alle profitieren von diesen Maßnahmen. Die Umsetzung nachhaltiger Initiativen kommt in erster Linie der Umwelt und damit unserer Zukunft zugute, gleichzeitig bewirken viele der Projekte ebenso Einsparungen bei den Kapitalausgaben.“  

Nachhaltige Initiativen der Sparkasse Imst: 

  • Photovoltaikanlage am Dach der Hauptanstalt Imst 
  • Job Bike – günstige E-Bikes für MitarbeiterInnen 
  • Zwei Tiefgaragenplätze mit E-Ladestation ausgestattet 
  • Umstellung der vier Dienstautos auf E-Fuhrpark – im Herbst 2022 wird der Transporter auf einen E-Vito von Mercedes umgestellt. 
  • 100 % Ökostromversorgung aller 15 Filialen in den Bezirken Imst und Landeck 
  • Umstellung aller Leuchtmittel auf LED 
  • Maßnahmen zur Reduktion des Restmüllaufkommens 
  • Umstellung auf „Paperless“ bzw. auf Recyclingpapier 
  • Stockwerksdrucker anstelle Drucker in jedem Büro 
  • Automatische Abschaltung der PCs 
  • Energierückgewinnung bei der Lüftungsanlage in der Hauptanstalt 
  • Monatliche bzw. jährliche Kontrolle von Wasser- und Stromverbrauch 
  • Bestellung von Werbemitteln: Pappbecher anstelle von Plastik, kein Luftballon-Gas mehr etc. 
  • Bevorzugte Förderung von nachhaltigen Projekten in der Region mit dem Förderpreis der Privatstiftung 
  • Integration von Nachhaltigkeit bei Neu- und Umbauten (heimische Firmen und Materialien bevorzugen) 
  • Unterstützung Gemeinnütziger Vereine wie Issba und Pro Mente Tirol (Tischwäsche, Aufräumarbeiten, Übersiedlungen etc.) 
Nachhaltigkeit: Sparkasse Imst nimmt Verantwortung wahr
Setzen gemeinsam ein klares Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit bei der Sparkasse Imst (v.l.): Michael Struc, Umweltbeauftragter der Sparkasse Imst, die beiden Vorstände Mario Kometer und Markus Scheiring und René Venier, Abteilungsleiter Private Banking.

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