Skip to main content
Tirol ist bereits Vorreiter

NHT-Zukunftswerkstatt: Steigerung der Sanierungsquote ist erforderlich

NHT-Expertentalk mit (v.li.) LH-Stellvertreter Josef Geisler, Wolfgang Amann (IIBW), Bruno Oberhuber (Energieagentur) und Geschäftsführer Hannes Gschwentner.
Tirol ist bereits Vorreiter

NHT-Zukunftswerkstatt: Steigerung der Sanierungsquote ist erforderlich

NHT-Expertentalk mit (v.li.) LH-Stellvertreter Josef Geisler, Wolfgang Amann (IIBW), Bruno Oberhuber (Energieagentur) und Geschäftsführer Hannes Gschwentner.

Die Frage, welchen Beitrag die Immobilienbranche zur Erreichung der Klimaziele leisten kann und muss, stand kürzlich im Mittelpunkt der fünften Ausgabe der NHT-Zukunftswerkstatt, die mit zahlreichen prominenten Gästen und Expert:innen stattfand.

Für den LH-Stellvertreter und Energielandesrat Josef Geisler ist klar: "40 Prozent des Gesamtenergiebedarfs entfallen auf die Gebäude. Die Umrüstung der Häuser ist somit ein wesentlicher Bestandteil unseres Wegs zur Tiroler Energieautonomie."

Tirol ist bereits jetzt Vorreiter in ganz Österreich, wie Wolfgang Amann vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen bestätigt: "Tirol weist mit rund 1,5 Prozent eine fast doppelt so hohe geförderte Sanierungsquote wie der Rest Österreichs auf. Dies wird durch die finanziellen Spielräume im Bereich der Wohnbauförderung ermöglicht. In anderen Bundesländern gibt es kaum noch entsprechende Reserven." LH-Stv. Geisler betont auch, dass die bereitgestellten Gelder 1:1 in die regionale Wirtschaft fließen und die Landesregierung mit der Verlängerung der einkommensunabhängigen Sanierungsoffensive langfristige Planungssicherheit geschaffen hat.

Der Krieg in der Ukraine und die gestiegenen Energiepreise haben einen zusätzlichen Anstoß gegeben, berichtet Bruno Oberhuber von der Energieagentur des Landes: "Wir hatten 2022 so viele Beratungsgespräche wie noch nie, auch bedingt durch die attraktiven Zusatzförderungen des Bundes beim Kesseltausch und der Errichtung von Photovoltaikanlagen. Dieser Ansturm ist jetzt vorbei. Jetzt steigt wieder die Nachfrage nach Gesamtsanierungskonzepten."

Die NEUE HEIMAT TIROL, der größte gemeinnützige Bauträger, investiert jedes Jahr rund 2,0 Mio. Euro in die Umrüstung der Bestandsimmobilien. Alle Bestandsgebäude, die nicht dem "reconstructing" zugeführt werden, wurden bereits thermisch saniert. Dies ermöglicht einen breiten Umstieg auf CO2-neutrale Energieformen für die Heizungen. "Unser Ziel ist es, mit unseren Gebäuden bis 2023 energieneutral zu sein", erklärt Geschäftsführer Hannes Gschwentner.

15. Dezember 2023 | AutorIn: David Wintner | Foto: NHT/Forcher

Artikel teilen:



Icon-Fill-Newsletter - NHT-Zukunftswerkstatt: Steigerung der Sanierungsquote

top.tirol Newsletter

Wir informieren Sie kostenlos und wöchentlich über Tirols Wirtschaftsgeschehen