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Mamajana

Süßes zum Frühstück

„Wer in den Biomarkt einkaufen geht, weiß, dass gute Biozutaten und eine regionale Produktion ihren Wert haben und deshalb mehr kosten.“ Dijana Hoffmann, Gründerin
Mamajana

Süßes zum Frühstück

„Wer in den Biomarkt einkaufen geht, weiß, dass gute Biozutaten und eine regionale Produktion ihren Wert haben und deshalb mehr kosten.“ Dijana Hoffmann, Gründerin

Das Familienunternehmen Mamajana produziert eine vegane Alternative zu zuckerhaltigen Haselnuss-Schokoladen-Aufstrichen. Die Idee kam Dijana Hoffmann, weil sie ihren beiden Töchtern eine nahrhafte Ernährung ohne Verzicht auf Süßes ermöglichen wollte.

Süße Aufstriche gehören schon lange zum perfekten Frühstück dazu. Wer sich im Supermarkt aufmerksam umschaut, weiß, dass die Auswahl leider oft sehr zuckerhaltig ist und Palmöl enthält. Mamajana ist eine Haselnuss-Dattel-Kakao-Creme, die den Anspruch hat, nahrhaft und nachhaltig zu sein.

Der Markenname setzt sich aus dem Wort Mama und dem Vornamen der Gründerin Dijana Hoffmann zusammen. Ihr Mann und ihr Bruder unterstützen sie beim Onlinevertrieb und der Öffentlichkeitsarbeit. Gestartet hat der Verkauf des süßen Aufstrichs vor zweieinhalb Jahren über einen deutschen Bio-Onlinesupermarkt. Mittlerweile vertreibt der stationäre Handel in Österreich mehr als 70 Prozent der 5.000 bis 6.000 Gläser, die jährlich produziert werden.

Entstanden ist die Haselnusscreme allerdings vor vier Jahren in der Familienküche. „Unsere Kernzielgruppe waren eigentlich Familien mit Kleinkindern, aber inzwischen ist Mamajana bei ernährungsbewussten KonsumentInnen aus allen Altersgruppen beliebt“, erzählt Dijana.

Vier gewinnt

Anfangs beinhaltete das Rezept noch Hafermilch, aber um Mamajana regaltauglich zu machen, wurde noch etwas rumgetüftelt. Denn Hafermilch basiert auf Wasser. Das macht Lebensmittel weniger stabil, verringert also die Haltbarkeit. Hoffmann ist es aber wichtig, weder künstliche Konservierungs- noch unnötige Füllstoffe zu verwenden. Die Rezeptur besteht daher aus nur vier Zutaten: 51 Prozent gerösteten Haselnüssen, 36 Prozent Datteln,
7 Prozent Kokosfett und 6 Prozent Kakao, alle davon in Premium-Bioqualität. „Mamajana enthält bis zu zehnmal mehr Haselnüsse als kommerzielle Nuss-Nougat-Cremes. Außerdem verzichten wir vollständig auf Industriezucker und verwenden stattdessen Datteln“, erklärt die Gründerin.

Die Rohstoffe bezieht sie von zertifizierten Biolieferanten. Die Datteln kommen aus Tunesien und die Haselnüsse aus der Türkei. „Wir haben schon über die Möglichkeit nachgedacht, heimische Rohstoffe einzusetzen, aber noch ist das nicht möglich. Umso wichtiger ist uns, wo die Zutaten herkommen und wie sie angebaut werden“, erläutert Hoffmann.

Aller Anfang ist schwer

Als für die junge Unternehmerin feststand, dass sie mit ihrem Produkt in die Supermarktregale will, stellten sich schon bei der Produktion die ersten Schwierigkeiten ein: Die meisten Lebensmittelhersteller haben ihre Maschinen nur auf Industriezucker ausgelegt. Die Datteln, die für die nahrhafte Süße sorgen, würden diese verkleben. „Da platzte schon mal der Traum von einer Produktion in Tirol“, so Hoffmann. 70 verschiedene Hersteller in Österreich, Deutschland und Südtirol wurden angeschrieben und nur drei davon erwiesen sich als geeignet. Jetzt wird die Creme in einem CO2-neutralen Betrieb in Niederösterreich produziert. Seitdem habe sich sehr viel getan und man arbeite schon an neuen Ideen: Marmeladen und Nussmusaufstriche – das sei aber noch Zukunftsmusik.

Hinaus in die Welt

Heute findet man Mamajana in vielen kleinen Bioläden. Aber auch eine große österreichweit operierende Supermarktkette hat den Aufstrich in ihr Sortiment aufgenommen. Die große Schwierigkeit im Großhandel sei es, bei dem breit gefächerten Angebot im Regal aufzufallen. „Wer in den Biomarkt einkaufen geht, weiß, dass gute Biozutaten und eine regionale Produktion ihren Wert haben und deshalb mehr kosten“, betont Dijana.

Deshalb setzt Mamajana vor allem auf Öffentlichkeitsarbeit und den direkten Kontakt zu KundInnen. Hoffmann und ihr Team sieht man daher immer wieder bei Elternvereinen, Spendenaktionen, Verkostungen in Supermärkten und am Christkindlmarkt in Seefeld.

Zur Person

Dijana Hoffmann ist diplomierte Betriebswirtin und hat als Marketing- und Mediaberaterin in Österreich, der Schweiz und Deutschland gearbeitet. Sie ist 38 Jahre alt und lebt mit ihren zwei Töchtern und ihrem Mann in Seefeld. Seit Oktober 2020 betreibt Hoffmann Mamajana nebenberuflich mit ihrem Mann und ihrem Bruder.

Zum Unternehmen

  • Gründung: 2020
  • Mitar­beiterInnen: 3
  • Umsatz: 40.000 €
  • Jahresproduktion: 5.000 bis 6.000 Gläser

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    Mamajana enthält bis zu zehnmal mehr Haselnüsse als kommerzielle Nuss-Nougat-Cremes.

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    Die Suche nach den richtigen Zutaten für ihr Produkt war eine ebenso große Herausforderung für Dijana Hoffmann, wie einen Produzenten zu finden, der sie verarbeiten kann.

16. Dezember 2023 | AutorIn: Ana Rodrigues | Foto: Mamajana

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