Aus Alt mach Neu

Jahrhundertealte Tradition trifft auf moderne Gemütlichkeit: Unternehmer Thomas Hudovernik und seine Frau Brigitte Steixner haben das altehrwürdige Weisse Kreuz in der Innsbrucker Altstadt gemeinsam mit dem Architekturbüro noa* einer Frischzellenkur unterzogen.

Das neu gestaltete Weisse Kreuz punktet nicht mehr nur mit seiner Altstadtlage, sondern auch mit durchdachtem Design.

Als Thomas Hudovernik und Brigitte Steixner vor vier Jahren das Altstadthotel unweit des Goldenen Dachls gekauft haben, hatte das Weisse Kreuz seine besten Jahre schon eine Weile hinter sich: Das aus dem Jahr 1465 stammende Haus ist zuletzt vor 100 Jahren generalsaniert worden, eine Renovierung war also dringend nötig. „Die Frage war nur, ob wir es Zimmer für Zimmer machen oder gleich alles in einem, und wir haben uns dann für die Generalsanierung entschieden“, sagt Hudovernik.

HOTEL MIT CHARAKTER

 „Die Idee war, ein interessantes Haus zu schaffen“, erzählt der Unternehmer. Diese Vision wurde gemeinsam mit dem Architekturbüro noa* umgesetzt, das neben der Entwurfsplanung auch die Inneneinrichtung  übernommen hat: Ein Jahr lang wurde geplant, im Jänner 2020 fiel der Startschuss für die Großbaustelle, die wegen der Pandemie ein paar Monate länger gedauert hat als geplant. Das Kernstück des Hotels ist jetzt der multifunktionale 6. Stock, in dem sich neben der Rezeption – für die im Erdgeschoß nicht genug Platz ist – auch die Bar „Blaue Brigitte“ und der Frühstücksraum befinden. Die Zimmer sind auf die Stockwerke 1 bis 5 aufgeteilt. In Sachen Gestaltung haben Hudovernik und Steixner den Architekten freien Raum gelassen – die einzigen Bedingungen waren, dass es am Ende 48 Zimmer gibt und so viel wie möglich vom Altbestand in das neue Design integriert wird. So finden sich im ganzen Haus Spuren jahrhundertealter Geschichte, vom erhaltenen Stiegenhaus bis hin zu historischen Gemäuern, Holzdecken und Möbeln, die sich nahtlos in das moderne Grundkonzept einfügen.

INDIVIDUELLE LÖSUNGEN

Neben den Vorgaben des Denkmalschutzes war die größte Herausforderung, dass einige der Zimmer bisher kein Fenster nach draußen hatten. „Das haben wir jetzt mit Patios gelöst, die man auch betreten kann – so haben wir jetzt 15 Zimmer mit einer Art eigenem kleinen Garten, wo man wirklich auch das Gefühl hat, hinausgehen zu können.“ So wurde für jedes Zimmer ein eigenes Konzept entwickelt, um die historische Bausubstanz zu berücksichtigen und individuelle Rückzugsorte zu schaffen, in denen sich die Gäste wohlfühlen und die Welt um sich herum vergessen können: Im „Golden Roof“ werden die goldenen Schindeln, die man vom Fenster aus sieht, im Bad großzügig aufgegriffen, in der in barockem Rot gehaltenen „Mozart Suite“ – in der der Komponist 1769 auch tatsächlich übernachtet hat – findet man einen großen Billardtisch, und in der von wenig charmanten Bewertungen auf Onlineplattformen inspirierten „Besenkammer“ gibt es statt Luxus und Eleganz einen Tennisschläger von Boris Becker. Jetzt fehlen nur noch die Gäste, um das alte Hotel endgültig zu neuem Leben zu erwecken.

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    Über die Blaue Brigitte dürfen sich nicht nur die Hausgäste freuen.

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    Thomas Hudovernik und Brigitte Steixner

Aus Alt mach Neu
Ankommen und abschalten: Die neuen Zimmer überzeugen mit Liebe zum Detail, moderner Eleganz und Gemütlichkeit.

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