Der „Neue“ will Brücken bauen

André Lomsky ist neuer Geschäftsführer des TVB Kufsteinerland. Er will die Popularität der Region vorantreiben und denkt mit einer Inninsel und einer Festungshängebrücke an spektakuläre Projekte.

„Ich bin’s, der Neue“ – mit launigen Worten trat der Überraschungsgast der Hauptversammlung des TVB Kufsteinerland im Bad Häringer Hotel Panorama Royal am Donnerstagabend auf die Bühne: André Lomsky übernimmt mit Anfang 2022 die Geschäftsführung des Verbandes.

Der „Neue“ aus Deutschland outete sich als Bergfreund. „In den Alpen beginnt mein Herz zu singen“, meinte der 45-jährige Kufstein-Fan. Er will gemeinsam mit allen Partnern das Kufsteinerland zum „Loverbrand“ machen, „die Marke ist schon da“, wie er meinte. Nur wenn Verband, Partner und Bevölkerung zusammenarbeiten, sei es jedoch möglich, Kufstein „zur Perle zu machen“. Er plant 100 Gespräche in 100 Tagen, mit Betrieben und Mitarbeitern. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Aufgabe sei es, die Wertschöpfung zu erhöhen. „Es geht nicht um immer mehr Gäste, sondern darum, mehr herauszuholen“, meinte Lomsky.

Lomsky folgt Stefan Pühringer nach, der den Verband Ende März verließ, Sabine Mair hatte vorübergehend interimsmäßig die Führung übernommen. Sie wird als 2. Geschäftsführerin an Lomskys Seite weiterarbeiten.

Eine Insel in Kufstein

Der Touristiker, der zuvor in Rottweil und Karlsruhe gearbeitet hat und nach eigenen Angaben „glücklich verheiratet und Vater von vier Kindern ist“, denkt spektakuläre Projekte an. Der Inn wäre für ihn ein Thema, das man stärker bespielen könnte, er erinnert an den Versuch durch die Innschifffahrt. Nach dem Vorbild von Graz wäre für ihn eine Insel in Kufstein denkbar, oder eine Hängebrücke von Zell aus zur Festung und zum Stadtzentrum.

Lomsky übernimmt den Verband in einer für den Tiroler Tourismus schwierigen Zeit. Die Anspannung der Touristiker am Vorabend des Lockdowns war deutlich spürbar. Auch die Zahlen und Berichte, die Aufsichtsratsvorsitzer Helmut Naschberger, Obmann Georg Hörhager und Sabine Mair den Mitgliedern präsentierten, waren vom Wüten des Coronavirus beeinflusst.

Finanziell gab es durch Ausbleiben der Kurtaxe und anderer Abgaben Einbrüche, andererseits konnte durch Sparmaßnahmen eine ansehnliche Notreserve angelegt werden. Knapp 392.000 Übernachtungen wurden von Jänner bis September 2021 verzeichnet, im Sommer waren 80 Prozent der Übernachtungen von 2019 erreicht.

Für die Zukunft haben Obmann Georg Hörhager und seine Mannschaft einiges vor. Neben der Lichtershow „Die Stimme der Burg“ und anderen Vorhaben soll es auch ein „erzählendes Prospekt“ geben. Mittels App wird einem die Region nähergebracht. 

Der „Neue“ will Brücken bauen
Helmut Naschberger (l.), images/Unternehmensmeldungen/202111/André Lomsky, Sabine Mair und Georg Hörhager hoffen auf einen Aufschwung im Jahr 2022.

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