250 Jahre Riedel Glas aus Familienhand

Die Firmengeschichte Riedels begann vor 250 Jahren in Böhmen mit Johann Christoph Riedel. Von Generation zu Generation weitergegeben, wird das auf Glasmacherei spezialisierte Unternehmen seit 2013 von Maximilian J. Riedel geführt.

Kurz-Chronologie

1946 entkam Claus Josef Riedel nur knapp der Kriegsgefangenschaft. Mit finanzieller Unterstützung der Familie Swarovski konnte er 1955 die insolvente Tiroler Glashütte in Kufstein übernehmen. Seither ist die Glashütte Kufstein der Stammsitz des Unternehmens.
Mit der Herstellung schlichter, eleganter Weingläser folgte eine Neuausrichtung des Unternehmens. 1961 präsentierte Claus Riedel erstmals seine Vorstellungen von Weingläsern. 1973 wurde die mundgeblasene und handgefertigte Serie „Sommeliers“ vorgestellt. Durch seine Untersuchungen, inwieweit die Glasform den Weingenuss beeinflusst, erkannte Claus Josef Riedel einen zentralen Punkt: Praktisch alle Gläser waren zu klein, um dem jeweiligen Wein gerecht zu werden. Die Sommeliers-Serie wurde weltweit mit Auszeichnungen und Preisen geradezu überhäuft. Claus Riedel und dann sein Sohn Georg Riedel machten das Unternehmen zu einem mit Weltruf.

2004 expandierte das Unternehmen kräftig und übernahm die deutschen Glashersteller Spiegelau und Nachtmann.

Seither sind die drei Marken Riedel, Spiegelau und Nachtmann unter einem Dach vereint. Vor gut zwei Jahren hat sich Georg Riedel in den Aufsichtsrat zurückgezogen, seither leitet sein Sohn Maximilian Riedel das Unternehmen. Zuvor hatte er 15 Jahre lang die USA zum wichtigsten Absatzmarkt aufgebaut und Kanada – neben Österreich – zum am stärksten mit Riedel-Gläsern durchdrungenen Markt gemacht.

In Kufstein befindet sich die letzte Glasmanufaktur Österreichs in dieser Größenordnung und eine der letzten in Europa mit etwa 145 Glas-Mundbläsern. Mangels genügend Tiroler Nachwuchses hat man etliche Talente aus Tschechien und der Slowakei nach Tirol geholt. In Kufstein wird zwar nur ein Prozent der insgesamt produzierten 55 Millionen Gläser (und Dekanter) pro Jahr hergestellt, doch dieser Anteil steuert zehn Prozent des Umsatzes bei.

Riedel produziert auch für andere Marken, zum Beipiel Nespresso oder Coca Cola.

Neben zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wurde das Unternehmen heuer mit dem Tiroler Landeswappen ausgezeichnet.

Top-Exportmärkte

  • Nordamerika 40 %
  • EU (ohne Österreich) 30 %
  • Japan 4 %
  • Australien 3 %
  • Lateinamerika 3 %
  • China 1 %
  • Russland 1 %

Auszeichnungen:

  • Design Awards von The Museum of Modern Art New York
  • Design Award von The San Francisco MoMA
  • Design Awards von The Corning Museum of Glass, Maison et Objet Paris, Wine Spectator and Wine Enthusiast
  • Für das Design der Dekanter O, Eve (2008), und Mamba (2011) wurde Maximilian Riedel mit dem Good Design Award ausgezeichnet
  • 1996 wird Georg Riedel mit dem Titel Decanter Man of the Year ausgezeichnet
  • 2006 Ehrenpreis der Republik Österreich für Georg Riedel
  • 2007 Landespreis von Tirol
  • 2009 Wirtschaftsblatt, ernennt Georg Riedel zum Entrepreneur of the Year
  • 2013 Auszeichnung von Maximilian und Georg Riedel als Entrepreneurs of the Year von Ernst&Young
  • 2015 Auszeichnung mit dem Tiroler Landeswappen
  • Diverse Red Dot Design Awards
250 Jahre Riedel Glas aus Familienhand
Jedes Glas wird im Riedel- Werk in Kufstein mundgeblasen und handgefertigt.

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