Bitcoin-Konferenz BTC22 in Innsbruck

Mitte September gastiert mit der BTC22 die größte deutschsprachige Bitcoin-Konferenz in der Tiroler Landeshauptstadt.

Von 15. bis 17. September wird Innsbruck zur Hauptstadt der deutschsprachigen Bitcoin-Community. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie aus Südtirol werden zur BTC22 im Congress Innsbruck erwartet. Auch die Wirtschaftsministerin von El Salvador, Maria Luisa Hayem, und Vize-Außenministerin Adriana Mira kommen zur Tagung. Sie werden erklären, wieso El Salvador als erstes Land der Welt Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat und wie die Bilanz ein Jahr danach aussieht. Ein weiteres Highlight ist ein Live-Interview mit Michael Saylor, einem der Stars der internationalen Bitcoin-Szene. Seine Software-Firma Micro Strategy hält knapp 130.000 Bitcoins (das entspricht 2,9 Milliarden Euro) und ist damit einer der größten Bitcoin-Investoren der Welt.

Die Beschäftigung mit Bitcoin sei die passende Reaktion auf Ukraine-Krieg und Teuerung, ist Kongress-Veranstalter Peter Taschler überzeugt. „Es geistern so viele Gerüchte und Irrtümer umher, dass es höchste Zeit wird, der interessierten Bevölkerung Intention und Wirkungsweise zu erklären“, nennt Taschler als Motivation für den Kongress. „In Wahrheit ist Bitcoin die konservativste Form des Sparens“, ist er sicher.

Zielgruppe der Veranstaltung sind neben der deutschsprachigen Bitcoin-Community, Investoren und Vertretern der Industrie daher auch all jene, die sich einen ersten Überblick über das Thema verschaffen wollen. „Wir diskutieren alle praktischen Aspekte genauso wie die moralische Fragen. Und wir versprechen, den vielen Vorurteilen auf den Grund zu gehen“, so Taschler. Passend dazu auch der Einführungsvortrag am Donnerstagabend: Andy Holzer, der blinde Kletterer, referiert zum Thema „Den Sehenden die Augen öffnen“.

Für einen der Top-Speaker, den Ökonomen Rahim Taghizadegan, stellt die Kryptowährung die Demokratisierung des Geldsystems dar: „Seit 1971 führt das Produktivitätswachstum in der Wirtschaft nicht mehr im gleichen Ausmaß zu Kaufkraftwachstum in der breiten Maße“, befindet der Wissenschafter der Österreichisch Schule der Nationalökonomie. So habe etwa die Teuerung bei den Immobilien den Traum vom Eigenheim für viele Menschen platzen lassen. Steigende Ungleichheit sei die Folge. „Bitcoin ist ein digitaler Vermögenswert, der bei steigenden Kursen niemandem schadet, und aufgrund der Teilbarkeit und der offenen Software stets allen zugänglich bleibt.“

Zudem erfülle die Kryptowährung, die als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 entstanden ist, einen wichtigen Bildungsauftrag. „Bitcoin bringt vor allem junge Menschen dazu, sich tiefer mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen zu befassen“, meint Taghizadegan. Der österreichische Ökonom mit persischen Wurzeln ist Schüler von Roland Baader, der ihm die umfangreiche Bibliothek von Friedrich August von Hajek zur Österreichischen Schule vermachte.

Andere Referenten der BTC22 sehen in Bitcoin nicht weniger als eine wirtschaftliche Revolution. „Banken, die sich nicht offen und intensiv mit dem Thema beschäftigen, werden mittel- bis langfristig nicht überleben“, ist etwa Berater Peter Rochel von Oberwasser Consulting überzeugt. Die Beratungsboutique ist auf „Jobs to be done“ basierte Innovation und Transformation spezialisiert. Und Holger von Krosigk, ehemaliger deutscher Profi-Skateboarder und jetzt erfolgreicher Verleger, sieht es so: „In einer Welt, die den Spaß am Sparen verlernt hat, sind Bitcoiner die Keimzelle einer neuen digitalen Geldkultur.“

Tickets zur BTC22 gibt es ab 549 Euro unter https://bconf.de/tickets. Wer in Bitcoins bezahlt, bekommt Rabatte.

Bitcoin-Konferenz BTC22 in Innsbruck
Ein neues Geldsystem als Mittel gegen die Ungleichheit?

Beitrag teilen:

Werbung

Newsletter

Wir informieren Sie kostenlos und wöchentlich über
Tirols Wirtschaftsgeschehen