Ein Zeichen gegen Gewalt und für mehr Gerechtigkeit

Gewalt gegen Frauen und Kinder und Ungleichbehandlung – gesellschaftliche Probleme, denen in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Die Initiative FrauTIROLER unterstützt 54 Projekte, die genau hier ansetzen. Am 27. Jänner wurden die Förderpreise übergeben.

Die Initiative FrauTIROLER hat ein erklärtes Ziel: ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern, gegen soziale Ungerechtigkeit und für mehr Solidarität zu setzen. 63 Projekte wurden eingereicht, 54 hat eine Fachjury zur Online-Abstimmung freigegeben. Am 27. Jänner überreichten die Mitglieder der Fachjury und die Vorstandsmitglieder der TIROLER VERSICHERUNG die Förderpreisean die am besten bewerteten Projekte. Natürlich unter Einhaltung aller Corona-Regeln.

Vielschichtige Lösungsansätze

Die Initiativen aus Tirol und Südtirol zeigen deutlich, wie vielschichtig das Problem und die Lösungsansätze an sich sind: Prävention, psychologische Betreuungfür Gewaltopfer, Unterstützung für Eltern mit erkrankten Kindern, aber auch Unterstützung für Kinder, deren Eltern durch schwere Zeiten gehen. Kunstprojekte wie Kurzfilme über Gewalt und Musik gegen Gewalt, Integrationsprojekte, Hilfe für obdachlose Frauen, Bildungsinitiativen und vieles mehr. Im Mittelpunkt stets: Kinder und Frauen jeden Alters, jeglicher Herkunft, jeglicher Religion, jeglicher sozialer Schicht. Menschen, die teils Unvorstellbares durchmach(t)en. So vielfältig die Beiträge, so unterschiedlich sind die Einreicher:innen: Vereine und Institutionen, aber auch engagierte Einzelpersonen.

200.000 Euro vergeben

Insgesamt 200.000 Euro hat die TIROLER anlässlich ihres 200-Jahr-Jubiläums für diese Projekte vergeben. 100.000 Euro wurden entsprechend dem Ergebnis einer Online-Abstimmung vergeben, weitere 100.000 Euro hat eine hochkarätige Fachjury, bestehend aus Expert:innen aus dem Sozialbereich verteilt: Andrea Hochenegger, (stv. Leiterin der Opferschutzgruppe der tirol kliniken), Eva Pawlata (Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums Tirol), Elisabeth Rathgeb (Direktorin der Caritas Tirol), Martin Ritsch (Leiter des Vereins Mannsbilder) und Martina Steiner (Leiterin der Plattform für offene Jugendarbeit).

Hinschauen, wo andere wegschauen

Vorstandsdirektorin Isolde Stieg sprach beim Festakt der Fachjury, vor allem aber auch den engagierten Projektverantwortlichen ihren persönlichen Dank aus: „Ihre unermüdliche Arbeit ist von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft. Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zu Ihrer Arbeit leisten können und danken Ihnen für Ihr Engagement und Ihren Einsatz.“ Dank und Wertschätzung für diese Arbeit ist selten. Doch es fehlt noch an vielemmehr. Jurorin Eva Pawlata: „Viele Vereine und Initiativen engagieren sich im Kampf gegen Gewalt  an Frauen und Kindern und das Geld ist stets knapp. Was mindestens genauso bedenklich ist: Es fehlt auch an Problembewusstsein und Zivilcourage in unserer Gesellschaft. Die Betroffenen werden häufig nicht gehört, ihnen wird nicht geglaubt. Diese Missstände bewusst zu machen, ist ein wichtiger Teil im Kampf gegen Gewalt und Missbrauch.“

Höchste gesellschaftliche Relevanz

Die Kampagne zur Initiative hat genau dieses Ziel verfolgt: Mit knallbunten Plakaten hat sie auf die Problematik aufmerksam gemachtund mit Presseinformationen aufgeklärt, worum es geht und warum das Thema von höchster gesellschaftlicher Relevanz ist.

Solidarität

„Unser Ziel war es, ein deutliches Zeichen zu setzen. Die zunehmende Gewalt gegen Kinder und Frauen ist alarmierend. Es macht schon fassungslos, mit wie wenig Entschlossenheit dagegen vorgegangen wird und wieviel an falsch verstandener Toleranz dieGesellschaft undder Gesetzgeber bei Gewaltdelikten zeigen. Umso bewundernswerter all die Initiativen, die sich mit zumeist ganz geringen Mitteln engagiert dieses Problems annehmen.Unsere Unternehmenskultur fußt auf Solidarität. „FrauTIROLER“ entspricht daher genau unserem Gründungsauftrag“, meint Vorstandsdirektor Franz Mair.

Große Portion Herzblut

Die für die Kampagne verantwortliche Marketingleiterin Stefanie Egger richtete im Rahmen der Förderpreisverleihung emotionale Worte an das Publikum: „Diese Kampagne hat mich persönlich verändert und mir meine eigenen Privilegien aufgezeigt. Meine Arbeit für FrauTIROLER enthielt eine große Portion Herzblut und ich bin stolz darauf, Teil dieser Initiative zu sein.“

Zu oft weggschaut

Vorstandsvorsitzender Walter Schieferer fügte hinzu: „FrauTIROLER hat sehr polarisiert. Wir haben unsgetraut, den Blick dorthin zu lenken, wo viel zu oft weggeschaut wird. Was wir gesehen haben, hat uns schockiert, uns aber auch Hoffnung gemacht: So viele berührende Geschichten, aber auch so viele engagierte Menschen, die für andere kämpfen. Es gibt noch viel zu tun, undwir werdenuns auch in Zukunftdiesem Thema widmen und unser Engagement weiterführen.“ 

Ein Zeichen gegen Gewalt und für mehr Gerechtigkeit
Lächelnde Gesichter hinter den Masken: Im Rahmen der Initiative FrauTIROLER flossen 200.000 Euro an Kinder-und Frauenprojekte.

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