Exportschlager Medizintechnologie

Auf dem Weltmarkt der Bio- und Medizintechnologie mischen von Tirol aus sowohl traditionsreiche Unternehmen als auch innovative Start-ups ordentlich mit. Der Life-Science-Sektor schafft hierzulande nicht nur einen Branchenumsatz von über zwei Milliarden Euro, sondern auch tausende Arbeitsplätze:

  • Med-El
    95 Prozent der Med-El-Hörimplantate werden in 3.000 Kliniken weltweit exportiert. Trotz eines Umsatzeinbruchs von elf Prozent wegen rückläufiger Implantationen in der Pandemie erzielte das in Innsbruck ansässige Unternehmen 2020 einen Umsatz von 318,2 Millionen Euro und fand sich erneut unter den Top-20 umsatzstärksten Unternehmen Tirols.

  • Single Use Support
    Wie wichtig die sichere Lieferung und Lagerung von Arzneiprodukten wie Impfstoffen sind, hat die Coronapandemie gezeigt. In diese Kerbe schlägt der Kufsteiner Pharma-Zulieferer Single Use Support. Seit der Gründung 2016 stieg nicht nur der Umsatz auf 130 Millionen Euro, sondern es ging auch der Platz aus. Deshalb wurde vorige Woche ein zweiter Standort in Hall eingeweiht.

  • Occyo
    Eine Finanzspritze eines privaten Investors von zwei Millionen Euro ermöglicht dem Digital-Health-Start-up Occyo einen Wachstumsschub. Das 2019 gegründete Unternehmen bereichert die Telemedizin, indem Augenuntersuchungen durch ein hochauflösendes Bildgebungsverfahren aus der Ferne möglich werden. Das dazugehörige Gerät könnte dezentral in Apotheken oder beim Optiker stehen und vielen PatientInnen den Gang zum Augenarzt ersparen.

  • Metasys
    Die Ausstattung zahlreicher Zahnarztpraxen geht auf den Gerätehersteller Metasys zurück. Sie trägt unter anderem dazu bei, dass keine umweltschädlichen Stoffe wie Amalgam ins Abwasser gelangen. Das Unternehmen mit Sitz in Rum unterhält Vertriebsgesellschaften in den USA, Italien, Frankreich und Deutschland.

  • BHS Technologies
    Vor gerade einmal fünf Jahren gegründet, sind schon Krankenhäuser in über 20 Staaten rund um den Globus mit BHS-Technologie ausgestattet. Das 3D-Mikroskop Robotic Scope kommt in der Mikrochirurgie zum Einsatz. Gesteuert wird es über Kopfgesten, sodass die Hände frei bleiben.

Allein im Vorjahr siedelten sich acht Life-Science-Unternehmen mit Unterstützung der Standortagentur in Tirol an. Die Pandemie hat gezeigt, dass es nötig ist, sich im Gesundheitssektor für den Ernstfall zu wappnen und Innovationen voranzutreiben. Darin liegt gleichzeitig enormes wirtschaftliches Potenzial – vor allem für den Wirtschaftsstandort Tirol.

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