Gemeinnützige wirken insbesondere in Tirol kostendämpfend

Die Mietkosten bei den Gemeinnützigen Bauträgern (GBV) liegen in Tirol durchschnittlich um 2,90 Euro, österreichweit um € 2,30 Euro pro Quadratmeter unter jenen von privaten Vermietern. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie des Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) über die ökonomischen Wirkungen des gemeinnützigen Wohnbaus.

Die Schere ist in den letzten Jahren weiter auseinandergegangen. „Der Beitrag der Gemeinnützigen zur Dämpfung der Wohnkosten ist daher aktuell besonders groß“, steht auch für den Tiroler GBV-Obmann Franz Mariacher fest. Die Tiroler Gemeinnützigen verwalten aktuell knapp 70.000 Wohnungen. Jede/r fünfte Tiroler/in wohnt unter einem Dach der Gemeinnützigen.

Jedes Jahr rund 1.300 neue Wohnungen

Die monatliche Ersparnis für einen Haushalt in einer GBV-Wohnung beträgt durchschnittlich 160 Euro österreichweit, wobei dieser Wert in Tirol deutlich über 200 Euro liegt. In Tirol werden von den Gemeinnützigen jedes Jahr rund 1.300 neue Wohnungen errichtet und übergeben.

Insgesamt leistet die gemeinnützige Bauwirtschaft einen jährlichen Wertschöpfungseffekt von rund 1 Mrd. Euro, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Darin eingerechnet sind auch die positiven Einkommens- und Konsumeffekte. Franz Mariacher: „Bei uns bleibt den Menschen mehr Geld zum Leben. Vom erhöhten Privatkonsum profitiert wiederum die gesamte Wirtschaft.“

Dabei ist der Marktanteil der Tiroler Gemeinnützigen im Österreichvergleich noch ausbaufähig. „Die Landespolitik mit der Wohnbauförderung sowie dem jüngsten Wohnbaupaket ist ein sehr guter Partner für die gemeinnützige Bauwirtschaft. Die Umsetzung muss aber in den Gemeinden erfolgen“, so Mariacher.

Gemeinnützige wirken insbesondere in Tirol kostendämpfend
Franz Mariacher, Obmann Gemeinnützigen Bauträgern (GBV)

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