Holz Marberger – Tief verwurzelt

Als einer der letzten Komplettanbieter im Bereich Holz und Holzwerkstoffe blickt Holz Marberger auf 100 Jahre Tradition zurück. Das Ziel des Familienunternehmens: stetiges Wachstum.

Holz ist einer unserer ältesten und wichtigsten Werkstoffe. Bei Holz Marberger hat man sogar den Firmenslogan dem nachwachsenden Rohstoff gewidmet, erklärt Geschäftsführer Simon Marberger: „Natürlich gewachsen, das ist unser Leitfaden. Mit vorsichtigen Schritten, aber immer stetig nach vorne.“ Bereits in vierter Generation führt die Familie Marberger ihr Unternehmen und versorgt Kunden in Nordtirol, Südtirol, Bayern und der Schweiz. Rund 100 Mitarbeitende teilen sich auf drei Standorte auf, den Hauptsitz in Ötztal Bahnhof, einen Fertigungsbetrieb in Silz und ein Tochterunternehmen in Bayern.

Das Jahr 2021 wollte das Unternehmen eigentlich mit großen Feierlichkeiten begehen, immerhin steht ein 100-Jahr-Jubiläum an. Aus bekannten Gründen gestaltet sich ein großes Fest schwierig, aber man sieht dem flexibel entgegen: „Dafür machen wir nächstes Jahr halt eine 101-Jahr-Feier.“

Starker Zusammenhalt

Die Holzbranche selbst war von der Coronakrise nur über Ecken betroffen. Kunden wie Tischler und Zimmerer, die üblicherweise viele Aufträge aus der Hotellerie haben, spürten sie direkter. Die Ungewissheit, wie es mit Gesundheit und Wirtschaftslage weitergehen würde, zehrte dennoch an den Mitarbeitenden. „Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns“, blickt Simon Marberger zurück. Dem Team und den verlässlichen Partnern sei es zu verdanken, dass man gut durch die außergewöhnliche Zeit gekommen sei. Die Lockerungen, durch die insbesondere das Baugewerbe wieder Fahrt aufgenommen hat, machen sich aber bereits in der Auftragslage bemerkbar.

Vielschichtig

Der große Vorteil von Holz Marberger ist gewissermaßen die Spezialisierung auf Vielfalt, so der Geschäftsführer. „Wir sind einer der wenigen verbliebenen Komplettanbieter.“ Das Angebot umfasst die Bereiche Zuschnitt, Böden und Terrassen, Schnittholz und Furnier, Zimmerei und Plattenwerkstoffe. Damit ist vom Vinylboden bis zum massiven Altholzbrett alles abgedeckt. Verarbeitungsschritte wie Bekantung, Verleimung und Beschichtung gehören ebenfalls dazu. In Kooperation mit einem Partner hat man bereits die ersten Schritte Richtung Holzfertigprodukte gewagt – keine Möbelteile, aber Stücke, die sich vom Kunden schnell weiterverarbeiten lassen.

Die Hauptzielgruppe sind alle, die professionell mit Holz arbeiten, was besonders Tischler und Zimmerer betrifft. Dem gelegentlichen Privatkunden stehen die Tore ebenso offen, aber: „Unsere Zukunft ist der Professionist.“

Blick nach vorne

Diese Einstellung ist nur ein Teil dessen, worauf Holz Marberger baut, um zukunftsfit zu sein. Das Vertrauen in Mitarbeiter und Partner, fortschreitende Digitalisierung und kritisches Hinterfragen der eigenen Prozesse sind ebenfalls wichtige Bausteine. Der Zeitgeist fordert eine zusätzliche Komponente in der Firmenentwicklung. Holz an sich ist ein umweltverträglicher Rohstoff, bei Verarbeitung und Transport ist Umwelt- und Klimaschutz aber keine Selbstverständlichkeit. Das Unternehmen setzt daher auf Photovoltaik. Auf  den Hallendächern erstrecken sich Anlagen mit insgesamt 700 Kilowatt Peak Leistung. Das Thema Strom zieht sich auch in den Mobilitätsbereich hinein, denn die Zahl der Elektroautos im Firmenfuhrpark wächst.

Gemeinsam stärker

Die Firma steht in ihrem Schaffen nicht allein da, sondern ist in ein Netz von Kooperationen eingebunden. Der Holzpartner-Verbund beispielsweise ist ein Zusammenschluss von österreichischen Holzwerkstoffhändlern, die gemeinsam bessere Konditionen erreichen. Hinzu kommt die Mitgliedschaft in der Holzland-Gruppe, einer internationalen Einkaufskooperation.

Wenn es um die Auswahl der Mitstreiter geht, ist eines laut Simon Marberger besonders wichtig: „Wir setzten den Fokus auf Familienunternehmen und versuchen, unseren Partnern immer auf Augenhöhe zu begegnen. Konzerndenken ist nicht unser Ansatz.“ Damit bleibt man selbst seiner Identität als Familienunternehmen treu. Die Brüder Simon und Gregor Marberger leiten diese gemeinsam mit dem externen Geschäftsführer und langjährigen Zuständigen für das Finanzwesen Hanspeter Prantl.

Historische Meilensteine

1. Generation:

  • 1921 Gründung durch Karl Marberger senior in Umhausen
  • Erzeugung hölzerner Fassspunde

2. Generation:

  • Hugo Marberger übernimmt den Betrieb 1943.
  • 1963 Umzug nach Ötztal Bahnhof
  • Umorientierung: vom holzverarbeitenden Betrieb zum Holzwerkstoffgroßhändler

3. Generation:

  • Georg Marberger führt die Firma ab 1979.
  • Betrieb wird zum größten Lieferanten für Tischler und Zimmerer in Tirol ausgebaut.

4. Generation:

  • Simon Marberger und Hanspeter Prantl übernehmen die Leitung 2010. 2016 steigt Gregor Marberger ein

Zum Unternehmen:

  • 100 Mitarbeiter
  • 70.000 m² Betriebsfläche
  • 17 eigene LKW
  • 40 Millionen Euro Umsatz (2020)
  • FSC- & PEFC-­zertifizierter Betrieb

  • AXS7409

    Das Unternehmen versorgt rund 3.000 Kunden mit Holz und Holzwerkstoffen.

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    Das Unternehmen versorgt rund 3.000 Kunden mit Holz und Holzwerkstoffen.

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    Die Firma blickt nicht nur auf ihre Tradition zurück, sondern auch nach vorne. Daher engagiert sie sich in der Jugendförderung.

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    Die Firma blickt nicht nur auf ihre Tradition zurück, sondern auch nach vorne. Daher engagiert sie sich in der Jugendförderung.

Holz Marberger – Tief verwurzelt
Trio an der Spitze: Simon Marberger, Gregor Marberger und Hanspeter Prantl (v. l.) lenken gemeinsam die Geschicke von Holz Marberger.

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