Skip to main content
Kurswechsel bei Miviso

Innsbrucker Startup Miviso schwenkt thematisch um

Die beiden Geschäftsführer von Miviso Philip Willner (links) und Michael Danklmaier (rechts).
Kurswechsel bei Miviso

Innsbrucker Startup Miviso schwenkt thematisch um

Die beiden Geschäftsführer von Miviso Philip Willner (links) und Michael Danklmaier (rechts).

Das junge Innsbrucker Unternehmen Miviso hat sich aufgrund der Unsicherheiten am Immobilienmarkt neu ausgerichtet und verzeichnet mit 3D BIM-Modellierungen das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner kurzen Historie.

Die Flexibilität eines agilen Unternehmens ermöglichte es Miviso, schnell auf die abflauende Nachfrage nach 3D-Visualisierungen und Vermarktungsdiensten zu reagieren und sein Geschäftsfeld zu überdenken. "Nach vielen Gesprächen, um den Bedarf an bautechnischen 3D-Dienstleistungen zu ermitteln, fanden wir schnell eine neue Richtung. Vor rund anderthalb Jahren begannen wir mit unserem ersten Projekt zur Digitalisierung von bestehenden Gebäuden," erklärt Michael Danklmaier, Mitgründer und Geschäftsführer.

Notwendige Neuausrichtung

Trotz einer Phase der Umstrukturierung konnte Miviso den Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 20 Prozent steigern, mit Aussicht auf eine weitere 30 prozentige Steigerung im zweiten Halbjahr 2023 gegenüber dem ersten. Derzeit ist das Auftragsbuch so voll wie nie zuvor, und es wird erwartet, dass Miviso die Umsatzmarke von einer Million in diesem Geschäftsjahr deutlich überschreiten wird.

Das Unternehmen profitiert von der starken Nachfrage nach Digitalisierung bestehender Gebäude, was auch seinen Partnern wie Vermessern oder Laserscannern zugutekommt. Die Vergrößerung der Projektumfänge stärkt das Vertrauen der Partner, und Miviso befindet sich momentan in aussichtsreichen Verhandlungen über die Vergabe weiterer großer Projekte.

Personalzuwachs

Der Personalbestand hat sich ebenfalls positiv entwickelt: Von nur einem BIM-Modellierer im Juli 2022 ist das Team auf 19 BIM-ModelliererInnen angewachsen, unterstützt durch einen verbesserten Ausbildungs- und Onboardingprozess.

DACH-Raum im Fokus

Die starke Nachfrage im DACH-Markt wurde durch ein erfolgreiches "Scan to BIM"-Projekt in Berlin eingeleitet. Die steigende Anforderung von Bauherren an Vermessung und Modellierung für CAD und BIM führte zu stabilen Partnerschaften und einer ausgezeichneten Auftragslage für das Tiroler Unternehmen.

Bis Juni wurden weiterhin fotorealistische 3D-Visualisierungen für das Immobilienmarketing angeboten, doch aufgrund einer stagnierenden Nachfrage verlagerte Miviso den Fokus komplett auf CAD und BIM-Modellierung bestehender Gebäude ab Juli. "Mit dem Ende des Juni 2023 haben wir das Angebot an 3D-Visualisierungen vollständig eingestellt", erläutert Danklmaier.

Die Mehrheit der PartnerInnen und KundInnen kommt aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, aber durch erfolgreiche Marketingaktionen konnte Miviso auch in Norwegen und Belgien Fuß fassen.

19. Januar 2024 | AutorIn: Barbara Kluibenschädl | Foto: Miviso

Artikel teilen:



Icon-Fill-Newsletter - Innsbrucker Startup Miviso schwenkt thematisch um

top.tirol Newsletter

Wir informieren Sie kostenlos und wöchentlich über Tirols Wirtschaftsgeschehen