Tiroler KI-Unternehmen streicht Förderung ein

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Stefan Engl, CEO von DeepOpinion

Tiroler KI-Unternehmen streicht Förderung ein

Stefan Engl, CEO von DeepOpinion

EIC Accelerator von Horizon Europe - 17,5 Millionen Euro an Finanzierung fließen nach Österreich

Aus den Einreichungen zum „European Innovation Council (EIC) Accelerator“ Programm von Oktober 2022 werden diesmal 78 europäische Unternehmen mit „Breakthrough-Innovationen“ finanziert – darunter auch der Tiroler Innovationstreiber Deep Opinion.

Mit dem Programm, das Teil des europäischen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation ‚Horizon Europe‘ ist, soll Europas erfolgversprechendsten Innovatoren zum internationalen Marktdurchbruch verholfen werden. Insgesamt kommen diesmal vier österreichische Unternehmen in den Genuss von Finanzierungen in einer Gesamthöhe von ca. 17,5 Millionen Euro. Neben Deep Opinion gehen Finanzspritzen auch an Blue Planet Ecosystems und Kern Tec, jeweils aus Niederösterreich, sowie an das Wiener Health-Tech-Unternehmen Brainhero.

Innovation aus Innsbruck

Deep Opinion aus Innsbruck arbeitet an einer No-Code-Software, die mittels künstlicher Intelligenz zur Automatisierung von Text- und Dokumenten-basierenden Arbeitsabläufen dient. Sie trägt nicht nur zur digitalen Transformation von Betrieben bei, sondern wirkt auch dem Fachkräftemangel entgegen. Unternehmen sollen mit dem Produkt ihre Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben befreien und so attraktive Arbeitsplätze schaffen können. Die Innovation basiert auf Forschung im Bereich des automatisierten Deep Learning für Large Language Models und der daraus entwickelten AutoML Engine “AutoNLU”.

Die EU-Förderung ermöglicht Deep Opinion, durch Investitionen in Produkt & Technologie den State-of-the-Art für Intelligent Automation Software zu setzen, um sich dadurch erfolgreich auf dem internationalen Markt zu positionieren. „Die genaue Fördersumme für Deep Opinion ist noch in Detailabsprache mit der EIC - daher können wir hierzu noch nichts sagen“, so Co-Founder und CEO von Deep Opinion, Stefan Ramershoven. Unterstützt wurden Forschung & Entwicklung von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Zielgerichtete Förderung

„Der EIC Accelerator entwickelt sich zu einem bedeutsamen Element im österreichischen Scaleup-Ökosystem. Die Entwicklung bei privaten Risikofinanzierungen erhält dadurch einen zusätzlichen Anschub. Das Ziel des EIC Accelerators ist, dass die verschiedenen Finanzierungen möglichst optimal gemeinsam wirken. Davon profitieren die Unternehmen“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher.

„Das Finanzierungsmodell ist hochinnovativ, denn die Förderungen werden im Bedarfsfall durch einen Kapitaleinstieg des eigens gegründeten EIC Fonds ergänzt. Dies soll auch privaten Kapitalgebern ermöglichen, mit an Bord zu kommen und dadurch einen raschen internationalen Marktdurchbruch für die Unternehmen gewährleisten“, sind die beiden Geschäftsführer der FFG Henrietta Egerth und Klaus Pseiner überzeugt.



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