Erfolgsgeschichten Planlicht

Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern hat PLANLICHT eine neue, lichtbasierte Technologie zur Desinfizierung von unorganischen Oberflächen entwickelt, die effizient und ressourcensparend Viren, Bakterien und andere Keime zerstört.

CARE BY LIGHT

Planlicht wurde 1986 von Johann Findl gegründet, seit 2013 leitet Tochter Felicitas Kohler gemeinsam mit Ehemann Gerald Kohler das auf architektonische Innenbeleuchtung spezialisierte mittelständische Familienunternehmen in zweiter Generation. Bei hohem Qualitätsanspruch und variablem, lösungsorientiertem Produktsortiment legt PLANLICHT vor allem größten Wert auf einen umfassenden Kundenservice, um langfristige Partnerschaften aufzubauen. Neben erstklassiger Produktqualität mit stets neuester Technologie können sich PLANLICHT-Kunden auf den ideal auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Rundum-Service verlassen.

Das Kick-Off-Projekt

Die lichttechnische Kompetenz des Unternehmens führte gleich zu Beginn der Corona-Pandemie zum Ansatz, mit UV-C-LED-Technologie markttaugliche Desinfektionslösungen zu entwickeln. Die Idee und erste Technologien wurden umgehend skizziert und zum Patent angemeldet, Gebrauchsmuster- und Markenschutz folgten. Im kurzfristig initiierten Forschungs- und Entwicklungsprojekt mit den Projektpartnern MCI | Unternehmerische Hochschule®, der virologischen Abteilung der Medizinischen Universität Innsbruck, BERGERecotrail und PLANLICHT, stand schon nach sieben Wochen der erste Prototyp seCUBE für eine einwöchige Feldstudie in einem Lebensmittelmarkt in Wattens bereit.

Die Kooperation CARE BY LIGHT

PLANLICHT gründete in diesen Tagen die CARE BY LIGHT GmbH, folgerichtig gemeinsam mit einem kompetenten Partner – denn Krisen als Chancen zu verstehen, das liegt auch in der DNA des MCI | Unternehmerische Hochschule®. Dieses Prinzip spiegelt das Start-up-Unternehmen CARE BY LIGHT wider, wo innovative Forschungstechnologien zu konkreten Lösungen führen und Mehrwert für den Standort Tirol bewirken.

Die Technologie

Ultraviolettes (UV) Licht hat kürzere Wellenlängen als das sichtbare Licht. Es ist Bestandteil des Sonnenlichts. Je nach Wellenlänge unterscheidet man zwischen UV-A (315–380 nm Wellenlänge), UV-B (280–315 nm) und UV-C (100–280 nm). Aufgrund seiner Kurzwelligkeit wird das meiste UV-C Licht bereits in den obersten Luftschichten der Atmosphäre absorbiert. Ungefiltert wirkt UV-C Licht auch auf alle Keime – Viren, Bakterien oder Pilze –, indem es direkt in die DNA von Erregern eingreift und dabei den molekularen Aufbau verändert. Dadurch ist keine Resistenzbildung der Mikroorganismen möglich, eine ausreichend geschädigte Zelle stirbt dabei nämlich in letzter Konsequenz ab. Wie gut die UV-C-Beleuchtung die Mikroorganismen inaktiviert, hängt von der Art des Organismus und der abgegebenen Lichtdosis ab. In dieser inhibierenden Funktionsweise der UV-C Technik liegt der primäre Unterschied zu chemischen, meist oxidativen, Desinfektionsverfahren.

Die Lösung

Die erste Produktlösung seCUBE funktioniert mit LED-Licht, elektrisch und ohne Emission. Die Desinfektion mit Licht ist rückstandsfrei und technisch innovativ gelöst – ohne Verpackung, ohne Chemie, ohne Müll. Das spart im Vergleich zu herkömmlichen chemischen Verfahren laufend anfallendes Verpackungsmaterial. LED-Technologie ist energieeffizient und spart Ressourcen. Im Grunde beschreibt seCUBE ein quaderförmiges Gerät, in dem Oberflächen mobiler Gegenstände mit Licht desinfiziert werden. Die Größe des Quaders, die Beleuchtungsintensität und Dauer werden dabei auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt.

Während UV-C-Licht von der Haut absorbiert werden kann und nicht wie das langwelligere und dadurch tiefreichendere UV-A-Licht Schäden an der Haut verursacht, kann durch UV-C die Augen-Hornhaut geschädigt werden. Deshalb ist jeder seCUBE mit einem mehrstufigen Sicherheitssystem versehen, rundum blickdicht und wird vom Bedienpersonal mittels Schlüsselschalter nur eingeschaltet, wenn sich keine Lebewesen in seinem Inneren befinden. Die Oberflächendesinfektion braucht dazu keine Mittel oder Flüssigkeiten extra und nach Ende des Beleuchtungsvorganges sind die desinfizierten Oberflächen sauber und trocken. Funktionieren die ersten Produktlösungen also noch „offline“ als geschlossenes System, sind bereits optionale IoT-Add-ons zum Einbinden der Anwendung in Cloud- oder Serverlandschaften, die Steuerung der Anlagen über eine App und diverse Auswertungen des DALI-Netzwerkes (Einschaltdauern, Schaltzyklen, Sensordaten ...) angedacht.

Eine Idee – 1.000+ Möglichkeiten

UV-C-Licht wird bereits seit Jahren in Bereichen mit hohen Hygieneanforderungen zur Desinfektion von Luft, Wasser und Oberflächen eingesetzt. Die Idee dafür moderne LED-Technologie zu verwenden, eröffnet eine undenkbare Anzahl an Anwendungsmöglichkeiten vom professionellen Einsatz bis hin zum privaten Gebrauch. Ging es im Kick-off-Projekt noch um Einkaufswagen, sind inzwischen mittlere seCUBE-Größen zum Beispiel als Ausführung seCUBE hospital für Pflegebetten und Rollstühle oder in der derzeit kleinsten Version für mobiles Kleingut in den Bereichen „kids“, „public“ und „superb“ in Ausarbeitung.

Stimmen

„Wir haben die Krise als Chance genutzt, darüber nachzudenken, was Licht noch alles kann, außer Räume zu beleuchten. Wir sind auf das Thema Desinfektion gestoßen und haben mit dem MCI einen bewährten und kompetenten Partner an der Seite. Ich sehe diese technologische Kooperation als nachhaltige Investition in den Wirtschaftsstandort Tirol.“

Felicitas Kohler, CEO, PLANLICHT


„UV-C Licht wird bereits in Be­reichen mit hohen Hygieneanforderungen zur Desinfektion eingesetzt. Moderne LED-Technologie hat jedoch hier bis dato noch kaum Einzug gehalten. Wir sind stolz darauf, gemeinsam ein hochwirksames und effizientes Projekt hier in Tirol in so kurzer Zeit realisiert zu haben.“

Harald Schöbel, Projektleiter am MCI


„Eine effiziente Möglichkeit zur Keimreduktion in der Luft, im Wasser und auf Oberflächen ist durch Bestrahlung mit UV-C Licht möglich. Dieser Vorgang tötet bei entsprechender Dosis 99 Prozent aller Keime ab. UV-C Strahlung eignet sich besonders gut, da sie vielseitig einsetzbar ist und eine Inaktivierung von Bakterien, Viren und Sporen erlaubt.“

Wilfried Posch, Hygieniker Meduni Innsbruck


„In Tirol gibt es viele Unter­nehmerinnen und Unternehmer, die die Krise auch als Chance sehen und innovative und kreative Ideen liefern und es schaffen, diese in die Tat umsetzen.“

Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf IN IHREM POST ZUM PLANLICHT Betriebsbesuch

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    Prototypen seCUBE shopping

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    Felicitas Kohler (CEO) und Gerald Kohler (COO) präsentieren stolz den Prototypen seCUBE hospital @MCI/Geisler

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    Anwendungsbeispiel seCUBE kids, Standgerät optimiert auf die Oberflächen-Desinfektion von mobilen Kleinteilen in Kinderbetreuungstätten

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    seCUBE hospital, rechts Ausführung M1 für Rollstühle, Rollatoren und sonstige Gebehelfe, links M2 für Pflegebetten und diverse Behandlungs- und Transportliegen

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    seCUBE public für öffentlich zugänglichen Einrichtungen, wie Ämtern, Behörden oder Bibliotheken © PLANLICHT/WILDRUF

Erfolgsgeschichten Planlicht
Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Alois Rainer (WK Tirol), Eugen Stark (IV Tirol) und Landtagsabgeordneter Martin Wex bei Felicitas und Gerald Kohler

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