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Studie zur Bildungskarenz

Berufliche Chancen für alle

Berufliche Chancen für alle
shutterstock_2194768867 - Berufliche Chancen für alle
Aus- und Weiterbildungen sind das A und O für eine erfolgreiche Zukunft.
Studie zur Bildungskarenz

Berufliche Chancen für alle

Berufliche Chancen für alle
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Aus- und Weiterbildungen sind das A und O für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Arbeitswelt wandelt sich stetig. Berufliche Aus- und Weiterbildungen sind das A und O. Ein Weg dazu ist die Bildungskarenz, die nicht nur für ArbeitnehmerInnen neue Karrieremöglichkeiten öffnet. Auch für Unternehmen entsteht durch die erweiterte Qualifizierung ein Mehrwert.

Die eigenen Kompetenzen lassen sich vielfältig erweitern: von Fremdsprachen und nachzuholenden Schulabschlüssen über fachliche Schulungen und Weiterqualifizierungen bis hin zu Studien-Abschlüssen oder Berufsreifeprüfungen. Im Rahmen der Bildungskarenz steht ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung. Wie dieses Angebot angenommen wird, zeigt eine aktuelle Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO). Erstmals seit langer Zeit ermöglicht sie Einblicke in die Teilnahme und Wirkung des bundesweiten Programms.

Zeitgleich wurden Stimmen für etwaige Reformpläne seitens des Arbeitsministers Martin Kocher sowie des Arbeitsmarktservice (AMS) lauter – vor allem, wenn es um die Bildungs- nach Elternkarenz geht. Im Gegenzug soll es dafür deutlich mehr Weiterbildungsgeld geben, um das Modell auch für Niedrigqualifizierte und Geringverdiener zukünftig interessanter zu machen.

Tirolweit beliebt

Tendenziell jung, weiblich und bereits gut im Arbeitsmarkt integriert – das sind die auf den ersten Blick auffälligen Merkmale der TeilnehmerInnen in Österreich. Aus der WIFO-Studie geht hervor, dass etwa die Hälfte eine Matura abgeschlossen hat – im Vergleich zu 40 Prozent der unselbstständig Beschäftigten im erwerbsfähigen Alter. Mit 0,1 Prozent ist das Verhältnis bei Angestellten höher als bei ArbeiterInnen mit einem Wert von 0,06.

In Tirol sei die Anzahl der Ansuchenden laut dem aktuellen Bericht für die Kerngruppe der Personen, die aus einer aktiven Beschäftigung in Bildungskarenz gehen, überdurchschnittlich hoch. 2021 lag diese bei 0,1 Prozent und somit nach Wien mit einem Wert von 0,14 Prozent an zweiter Stelle innerhalb Österreichs. Weit abgeschlagen liegen die Bundesländer Burgenland (0,04 Prozent) und Vorarlberg (0,05 Prozent).

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Anschluss an die Elternkarenz

Was der Politik offenbar ein Dorn im Auge ist, findet Anklang in der Bevölkerung. Deutlich zugenommen habe bundesweit in den letzten Jahren die Nachfrage der Bildungskarenz nach einer Elternkarenz. In Österreich lag sie im Jahr 2021 bei 12,3 Prozent, was bedeutet, dass mittlerweile mehr als jede zehnte potenziell teilnehmende Frau nach der Eltern- in Bildungskarenz geht. Anders schaut es da in Tirol aus: Die Anzahl der Weiterbildungsbezieher lag demnach nur bei 7,2 Prozent. Laut dem aktuellen Bericht ist das nach Vorarlberg der zweitniedrigste Wert.

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Allgemeines zur Bildungskarenz

Sich beruflich weiterbilden, ohne das aktuelle Arbeitsverhältnis zu kündigen, ist in Österreich seit 1. Jänner 1998 möglich. Um eine Bildungskarenz zu beantragen, muss ein aufrechtes, ununterbrochenes und mindestens sechsmonatiges Arbeitsverhältnis bestehen. ArbeitgeberInnen müssen das Einverständnis dafür erteilen. Vom AMS gefördert werden maximal zwölf Monate innerhalb von vier Jahren. Ein Stückeln ist möglich, die Mindestdauer beträgt zwei Monate ohne Unterbrechung. Ob die Bildungskarenz im In- oder Ausland konsumiert wird, spielt dabei keine Rolle, solange gewisse Regeln eingehalten werden.

Seitens der ArbeitgeberInnen wird währenddessen kein Lohn oder Gehalt ausbezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es jedoch vom AMS ein sogenanntes Weiterbildungsgeld – und zwar in der Höhe des Arbeitslosengeldes, aktuell mindestens jedoch in der Höhe von 14,53 Euro täglich. Nach Umsetzung der angestrebten Reformen soll das Weiterbildungsgeld auf 32 Euro angehoben und der Geldentwertung angepasst werden.

28. März 2024 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: Shutterstock, Grafik: Sebastian Platzer

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