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Hat René Benko unrechtmäßig Geld in seine Stiftung verschoben?
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Hat René Benko unrechtmäßig Geld in seine Stiftung verschoben?

… oder warum René Benko vielleicht wirklich kein Geld hat

Wer sich wundert, warum von einem Immobilienkonzern, der eigentlich durch echte Werte abgesichert sein sollte, plötzlich nur noch Abermilliarden an Schulden übrig sind, wird in den nächsten Wochen einige interessante Details erfahren. Schon kommenden Montag werden wir wissen, wie schlecht es zum Beispiel um die Signa Prime steht. Bei der ersten Konkursverhandlung der Benko-Firma, die für ihre Luxusimmobilien bekannt ist, entscheidet sich nicht nur, ob die Firma unter Treuhandschaft verwaltet oder doch einfach liquidiert wird, sondern auch, über welche Quote sich die GläubigerInnen ärgern dürfen. Im Raum stehen maximal 32 Prozent, wobei InsiderInnen von deutlich weniger ausgehen: Die Quote könnte auch einstellig ausfallen.

Mittlerweile scheint es auch, als habe selbst der vermeintlich schwerreiche Anführer finanziell nicht ausgesorgt. So hat Benko diese Woche sein Einzelunternehmen für konkursreif erklärt, was mehr oder weniger einem Privatkonkurs nahekommt. Damit kann das private Finanzgebaren des einstigen Wunderkindes nun bis zu zehn Jahre zurück durchleuchtet werden. Es dürften dabei einige dubiose Vorgänge zum Vorschein kommen. Und vielleicht wird’s auch eine Antwort auf die schon so oft gestellte Frage geben:

Freilich hat René Benko seine Liebsten bedacht, zahlreiche Immobilien in den letzten Jahren für Mutter, Kinder und Frau angeschafft. Wurden dabei vielleicht GläubigerInnen und GesellschafterInnen benachteiligt? Und lässt sich das überhaupt beweisen? Jedenfalls ermittelt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft München gegen Benko wegen des Verdachts der Geldwäsche. Er soll für ein Projekt in Deutschland rund eine Milliarde an Investments eingesammelt haben. Der Großteil davon verschwand angeblich kurz darauf Richtung Ausland.

Sollte Benko tatsächlich Millionen auf die Seite gebracht haben, wird es jedenfalls nicht leicht werden, diese auszugeben. Geprellte InvestorInnen und GläubigerInnen dürften ein Auge aufs Benkos künftigen Lebensstil werfen, der Staatsfonds von Abu Dhabi – der von Benko noch eine Milliarde fordert – vielleicht sogar rund um die Uhr.

Wer ist René Benko? Ein cleverer Wirtschafts-Houdini, der vor den Augen der ihm applaudierenden Welt Millionen an Euro in seine Privatstiftungen verschwinden ließ? Oder vielleicht doch nur ein Geschäftsmann, der so sehr an sein Tun glaubte, dass er gar nie die Notwendigkeit gesehen hat, für den Untergang vorzusorgen? Einer, der immer mehr wollte und sich dabei so sehr mit dem eigenen Unternehmen verwoben hat, dass er eigenes Geld gar nicht brauchte? Flieger, Yacht, Häuser, Reisen, gute Weine, edles Essen und Zigarren – vielleicht stets bezahlt von Signa-Firmen, nie von der Privatperson Benko? Warum sonst sollte ein reicher Mann den Weg in den Privatkonkurs und den damit verbundenen Finanz-Striptease wählen, wenn er das eigentlich gar nicht müsste?

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15. März 2024 | AutorIn: Michael Steinlechner | Foto: Target Group

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