Innsbruck Tourismus: Nachhaltiges Mobilitätskonzept

Klimaschutz betrifft uns alle. Darum startet Innsbruck Tourismus gemeinsam mit sieben Gemeinden im westlichen Inntal und am Mieminger Plateau das Projekt „Nachhaltiges Mobilitätskonzept“. Das Ziel: konkrete und regionsspezifische Lösungen abseits des motorisierten Individualverkehrs zu entwickeln, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und attraktive, klimaschonende Alternativen für Bewohner, Mitarbeiter und Gäste zu schaffen. 

„Die Klimakrise wartet nicht und die Frage der Erreichbarkeit ist für Tourismusregionen von zentraler Relevanz“, bringen Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, und Mario Gerber, Obmann von Innsbruck Tourismus, das Motiv für die Initiative des Projekts „Nachhaltiges Mobilitätskonzept“ auf den Punkt. Und geben gleichzeitig die Marschrichtung vor: Bereits im Frühjahr 2023 sollen die im Rahmen des Projekts erarbeiteten Maßnahmenpakete vorgestellt werden. Im Anschluss sollen gemeinsam mit allen Partnern zügig Umsetzungen erfolgen.

Gemeinsam für eine nachhaltige Mobilität

Um einen wichtigen Schritt in eine nachhaltige Destinationszukunft zu setzen, startet Innsbruck Tourismus als Projektträger gemeinsam mit den sieben Gemeinden Obsteig, Mieming, Wildermieming, Stams, Mötz, Silz und Rietz ein Projekt zur Erarbeitung eines nachhaltigen und innovativen Mobilitätskonzepts. Von zentraler Bedeutung hierbei ist die aktive Einbindung in die Konzepterstellung von Bevölkerung und Gästen der Region sowie der angrenzenden Gemeinden, insbesondere des Knotenpunkts Telfs. Wie soll das gehen? Workshops mit spezifischen Zielgruppen sowie öffentliche Veranstaltungen zum Thema bieten die Möglichkeit, Ideen und Impulse einzubringen. Neben Vertretern der Gemeinden, der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Imst sowie des Regionalmanagements Region Imst sind vor allem Unternehmer, Touristiker und Bürger gefragt. Alle Vorschläge sind willkommen. Gemeinsam sollen alternative Mobilitätsformen betrachtet und konkrete Maßnahmen definiert werden.
Mit der Erarbeitung des Konzepts wurde nach Ausschreibung des Auftrags eine Arbeitsgemeinschaft beauftragt, bestehend aus PLANOPTIMO Büro Dr. Köll (Verkehrsplanung), hütter & partner (Beteiligungsverfahren) und Architektur Walch und Partner (Raumplanung). Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, dem Land Tirol und der Europäischen Union (LEADER-Förderung). Letztere ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Die Projektgruppe ist zudem in aktivem Austausch mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) und weiteren Playern im Feld der Mobilität.

Für eine bessere Verbindung Inntal – Mieminger Plateau

„Die Gäste am Mieminger Plateau und im westlichen Inntal bleiben mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer zwischen drei und vier Tagen erfreulicherweise lange in der Region und sind in dieser Zeit natürlich auch aktiv und mobil. Mit unserer Welcome Card ermöglichen wir bereits kostenfrei den Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Aufgrund einiger Lücken im Angebot nutzen Gäste allerdings häufig Mobilitätsformen, die wenig nachhaltig sind“, schildert Plattner die Ausgangslage. Die Menschen, die in der Region leben, wissen nur zu gut, wovon die Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus spricht: Die Anbindung der Gemeinden am Mieminger Plateau an das westliche Inntal ist in Frequenz und Reisezeit nicht durchgängig zufriedenstellend. Viele Pendlerinnen und Pendler nutzen deshalb das eigene KFZ – und werden so Teil der bekanntermaßen häufig auftretenden Verkehrsüberlastung auf den Routen Richtung Außerfern. 
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, das bestehende Verkehrsangebot zu optimieren und zu ergänzen, erklärt PLANOPTIMO-Geschäftsführer Dr. Helmut Köll: „Bei einer guten Planung werden sowohl regionale und überregionale wie auch gemeindespezifische Mobilitätsbedürfnisse mitberücksichtigt und realistische und umsetzbare Maßnahmen ausgearbeitet. Somit wird beispielsweise auch die so wichtige ‚letzte Meile‘ für den Gast vorteilhaft und bequem gestaltet.“

Weil zusammen einfach mehr bewegt werden kann

Das Projekt soll über die reine Tourismusmobilität hinausreichen, erklärt Gerber: „Für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region ist die Forcierung der nachhaltigen Mobilität überaus wichtig. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit über den Tourismus hinaus zu denken und gemeinsam mit den Gemeinden nachhaltige Konzepte für Einheimische, Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen zu entwickeln.“
Auch Michael Kluibenschädel, Obmann des Planungsverbands Inntal – Mieminger Plateau, sieht in dieser Kooperation eine weitere Optimierung der Region: „Wir freuen uns sehr über die Einbindung in das Projekt und die Zusammenarbeit mit Innsbruck Tourismus. Es stellt besonders für unsere Bevölkerung eine Bereicherung dar. Wir hoffen, dass unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger von dieser Gelegenheit zahlreich Gebrauch machen und sich mit viel Engagement einbringen.“

Natürlich inkludiert die Initiative auch eine intensive Zusammenarbeit mit den Touristikern der Region. Hotelier René Föger vom Obsteiger Familien-Landhotel „Der Stern“ sieht in dem Projekt den Weg in eine zukunftsweisende Richtung: „Wir bekommen immer wieder Gästeanfragen zum Angebot bezüglich ihrer Vor-Ort-Mobilität. Aber auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen hier Bedarf. Durch einen Ausbau und eine Qualitätssteigerung beim regionalen Angebot werden Einheimischen sowie Gästen zusätzliche Möglichkeiten geboten, sich sowohl innerhalb als auch zwischen den einzelnen Gemeinden bequem von A nach B zu bewegen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag in Sachen Umweltschutz zu leisten. Aus unserer Sicht ist die Initiative ‚Nachhaltiges Mobilitätskonzept‘ sehr zu begrüßen und wir unterstützen das Projekt in seiner Umsetzung gern.“ 

 

Innsbruck Tourismus: Nachhaltiges Mobilitätskonzept
Gemeinsam mit sieben Gemeinden im westlichen Inntal und am Mieminger Plateau startet Innsbruck Tourismus das Projekt „Nachhaltiges Mobilitätskonzept“

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