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Auszeichnung für Ingeborg und Erwin Hochmair

Saifur Rahman (IEEE President & CEO), Dr Ingeborg Hochmair (MED-EL), Prof Erwin Hochmair (MED-EL), Tom Coughlin (President-Elect IEEE)

Auszeichnung für Ingeborg und Erwin Hochmair

Saifur Rahman (IEEE President & CEO), Dr Ingeborg Hochmair (MED-EL), Prof Erwin Hochmair (MED-EL), Tom Coughlin (President-Elect IEEE)

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Die österreichischen Cochlea-Implantat-Pioniere Dr. Ingeborg und Prof. Erwin Hochmair wurden mit der IEEE Alexander Graham Bell Medaille 2023 geehrt, einer der höchsten Auszeichnungen für Verdienste im Kommunikations- und Elektrotechniksektor.

Eine der höchsten Auszeichnungen, die Alexander Graham Bell Medaille, wurde heuer zum ersten Mal an zwei österreichische Wissenschaftler verliehen, deren bahnbrechende Erfindung wesentlich zu einer barrierefreien zwischenmenschlichen Kommunikation sowie einer bedeutenden Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Elektrotechnik beitrug.

Ingeborg und Erwin Hochmair gelten als Erfinder des ersten mikroelektronischen, mehrkanaligen Cochlea-Implantats, das 1977 erstmals erfolgreich implantiert wurde und seither hunderttausenden Menschen mit hochgradiger Schwerhörigkeit das Hören ermöglicht.

Die Alexander Graham Bell Medaille wurde 1976 anlässlich des 100. Jahrestages der Erfindung des Telefons ins Leben gerufen. Bells Erfindung veränderte damals für immer die Kommunikation auf der ganzen Welt.

Die Alexander Graham Bell Medaille wird für außergewöhnliche Verdienste auf dem Gebiet der Elektrotechnik, Kommunikations- und Netzwerkwissenschaften verliehen. Im Fokus steht die dauerhafte Verbesserung der Kommunikation durch technologische Errungenschaften. Unter den 58 bisherigen Preisträgern finden sich neben den Vätern des Internets und Nobelpreisträgern zahlreiche Pioniere moderner Mobilfunktechnologien.

Zum ersten Mal in der 46-jährigen Geschichte der Auszeichnung wurde die Medaille heuer für ein Medizinprodukt vergeben und erst zum zweiten Mal an eine Frau. „Es war von Anfang an unsere Mission bei MED-EL, Hörverlust als Barriere für Kommunikation zu überwinden. Wir sind sehr stolz auf unsere innovativen Produkte, die durch Fleiß, jahrzehntelange, intensive Forschung, und die enge Zusammenarbeit von Medizin, Technik, Wissenschaft und Hörimplantierten immer weiter verbessert werden konnten. Unser Ziel ist es, dass Menschen mit Hörverlust jetzt und in Zukunft bestmöglich von den medizintechnischen Fortschritten profitieren und mit unseren Implantaten so naturgetreu wie möglich hören", erklärt Preisträgerin Dr. Ingeborg Hochmair, Gründerin und Geschäftsführerin von MED-EL.

In einem offiziellen Statement hebt der Vorsitzende des IEEE Awards Board, Dr. Nim K. Cheung, die Leistungen des Forscherehepaares hervor: „Technologische und elektrotechnische Innovationen verändern unsere Welt sowie das Leben der Menschen zum Positiven. Nirgendwo kommt dies deutlicher zum Vorschein als im Gesundheitsbereich. Durch ihre kombinierte Expertise aus Elektrotechnik und Medizin gelang es Ingeborg und Erwin Hochmair, hunderttausenden Menschen weltweit das Hören zu schenken und deren Leben damit wesentlich zu verbessern. Die IEEE Alexander Graham Bell Medaille 2023 ist eine wohlverdiente Ehre für die beiden Forscher, zu der wir aus ganzem Herzen gratulieren."

15. Mai 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: MED-EL gmbh

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