Firma Leitner stellte neues Mobilitätssystem ConnX vor

Nicht der Fahrgast soll umsteigen, sondern das Transportmittel: Die Firma Leitner stellte am Mittwoch ihr neues Mobilitätssystem ConnX vor, bei dem die Kabine einer Seilbahn in der Station ausgekoppelt, an ein autonomes Fahrzeug übergeben wird und dann auf einer Trasse weiterfährt. Die durchaus lustig aussehende „Hybrid-Lösung“ komme vor allem in Städten zum Tragen, in denen Seilbahnen bereits fixe Teile der Verkehrssysteme sind, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage. Mit der Kabine auf Schiene könne dann die berühmte „letzte Meile“ – etwa von der Seilbahn- zur nächsten U-Bahnstation bewältigt werden. Seilbahnen „haben sich bereits in den vergangenen Jahren zu fixen Bestandteilen urbaner Verkehrslösungen entwickelt“, heißt es von Leitner.

Effektive umweltfreundliche Mobilität

Doch gerade in den Städten sei man häufig vor Herausforderungen – wie etwa kurvige Strecken – gestanden. „Wir haben deshalb das Forschungs- und Entwicklungsteam mit der Aufgabe betraut, einen Schritt weiter zu denken“, sagt Martin Leitner, Vizepräsident der Unternehmensgruppe HTI und Vorstand für Vertrieb und Technik bei Leitner. Das Ergebnis: ConnX. Das Mobilitätssystem könne sich auch Herausforderungen wie der „Auswirkung des visuellen Eingriffs durch schwebende Kabinen im historischen Stadtkern stellen“, schildert Leitner. Bestehende infrastrukturelle Barrieren, wie etwa Gebäude oder Denkmäler, können einfach umfahren werden. Das System sei deshalb „der entscheidende Baustein für den Ausbau höchst effektiver umweltfreundlicher Mobilität“, ist sich Leitner sicher. Denn neben „der kurzen Bauzeit und den geringen Investitions- und Betriebskosten“ bringe die Hybrid-Lösung eine deutliche Reduktion von Lärmemissionen und schaffe zudem eine effiziente Einsatzmöglichkeit für E-Mobilität im öffentlichen Verkehr, so das Südtiroler Unternehmen.

Die Kabine könne bis zu 40 km/h schnell fahren, heißt es weiter, für längere Distanzen sei das System demnach eher ungeeignet, doch um die Lücke – auch zwischen zwei Seilbahnen – zu schließen, optimal, betont Leitner, der darin eine weitere Attraktivierung der Seilbahn als Verkehrsmittel sieht.

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