Blick nach vorne

PLANLICHT hat die Coronakrise genutzt, um über das seit 35 Jahren bestehende Kerngeschäft von architektonischen Lichtlösungen hinauszuwachsen. Der Tiroler Leuchtenhersteller setzt bei seiner Neuausrichtung ganz auf Nachhaltigkeit und neue Geschäftsmodelle.

Die Coronapandemie hat die Wirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Auch für PLANLICHT bedeuteten die letzten zwei Jahre eine Beschleunigung in der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, standortunabhängige Zusammenarbeit und kurzfristiges Improvisieren bei der Beschaffung von knappem Rohmaterial und technischen Komponenten.

PLANLICHT-Strategie

„Mit viel Einsatz und Teamgeist ist es uns auch in dieser fordernden Zeit gelungen, für ein stabiles Kerngeschäft zu sorgen“, erzählt Felicitas Kohler, CEO des renommierten Leuchtenherstellers. Besonders zugute kam dem Unternehmen mit eigener Entwicklung und Produktion in Vomp dabei die Flexibilität eines mittelständischen Familienunternehmens. „Natürlich haben die gesammelten Erfahrungen auch Potentiale offengelegt, in denen wir uns verbessern wollen. Deshalb sind die Learnings aus dieser Zeit heute auch Kern in unserer strategischen Neuausrichtung.“

Die PLANLICHT-Strategie baut dabei auf drei Säulen: eine starke Differenzierung über das Thema Nachhaltigkeit, die Etablierung von neuen Wachstumsfeldern und die langfristige Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

Andere Vorstellungen

Als eine der größten Nachwirkungen der Coronapandemie sieht Kohler die neuen Präferenzen bei Arbeitnehmern. Sie ist überzeugt, dass sich die Arbeitswelt nicht nur aufgrund der Digitalisierung verändert hat. „Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist: Die Menschen selbst haben sich verändert“, so die Unternehmerin. „Man schätzt Freiheit und Freizeit nun mehr als bisher. Wertvorstellungen haben sich verschoben.“
Dem steigenden Anspruch auf Flexibilität und Selbstbestimmung am Arbeitsmarkt begegnet PLANLICHT mit individuellen Arbeitsmodellen, die zum jeweiligen Mitarbeiter passen. „Dies bedeutet unter Umständen auch, dass man lernen muss, gewohnte Strukturen aufzubrechen und loszulassen“, zeigt sich Kohler offen. Gerade mit Blick auf den anhaltenden Facharbeitermangel legt PLANLICHT Wert darauf, seine Arbeitskräfte möglichst langfristig im Unternehmen zu beschäftigen.

Sinnstiftende Differenzierung

Vielversprechend beim Finden und Halten von Mitarbeitern ist auch der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. „PLANLICHT steht für individuelle Lichtlösungen, die in Österreich entwickelt und gefertigt werden“, so Kohler. „Unsere Kunden und Partner schätzen uns nicht, weil wir der billigste Anbieter sind, sondern weil wir die beste Lösung für ihre Zwecke anbieten und dies mit höheren Ansprüchen an Umwelt, Mensch und Wirtschaftlickeit kombinieren.“ Diese konsequente Ausrichtung hilft PLANLICHT nicht nur bei der Differenzierung am Markt, sondern auch bei der Identifikation im Unternehmen. „Viele Mitarbeiter begeistern sich für unsere selbstgesteckten Ziele und Ambitionen, was sich nicht zuletzt in Motivation und Teamgeist widerspiegelt“, so Kohler.

Als einer der ersten Leuchtenhersteller hatte PLANLICHT bereits früh sein gesamtes Sortiment auf energiesparende LED-Technologie umgestellt. Seither bietet man nahezu alle Lichtlösungen auch mit HCL an: Das Konzept des Human Centric Lightings stellt das menschliche Wohlbefinden in den Mittelpunkt. Über den Tagesverlauf hinweg unterstützen HCL-Leuchten von PLANLICHT in jeder Situation, wirken aktivierend, fördern Konzentration oder Entspannung.

Nachhaltiges Wachstum

PLANLICHT produziert nicht nur besonders energieeffiziente Leuchten, sondern betrachtet das Thema Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Hier sind regionale Fertigung, kurze Lieferwege und umweltfreundliche Verpackung eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus investiert Kohler mit ihrer Unternehmensgruppe auch in Start-ups mit entsprechendem Potential.

Zum wachsenden Portfolio an Beteiligungen zählen ALMUT VON WILDHEIM, eine Manufaktur für Designlampen aus natürlichen Materialien, sowie CARE BY LIGHT, ein Joint-Venture mit dem MCI, welches sich auf die chemiefreie Desinfektion mithilfe von UV-C-Licht spezialisiert hat.
Das jüngste und größte Projekt der leiden- schaftlichen Unternehmerin heißt PLANFACTORY: Federführend mit ihrem Mann Gerald Kohler errichtet das leidenschaftliche Unternehmerpaar in Murau auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern bis Jahresende einen CO2-neutralen Produktionsstandort.

Der hochmoderne Fertigungsbetrieb speist seine Energie aus einer riesigen Solaranlage. „Hier achten wir darauf, dass von Anfang bis Ende möglichst alles nachhaltig und umweltfreundlich gelöst wird“, erläutert Felicitas Kohler. Zwölf Millionen Euro investiert PLANLICHT in der ersten Phase – gefördert von den europäischen Investitionsprogrammen EFRE und REACT-EU. „Es ist vielleicht nicht immer der kostengünstigste Weg, aber der einzige, der für uns in Frage kommt.“

  • Planlicht2

    Ikonische Ringleuchten von PLANLICHT prägen die offene Architektur der Mensa Darmstadt.

  • Planlicht3

    Architektonische Lichtlösungen sind das Kerngeschäft von PLANLICHT. Die Leuchten werden in Tirol individuell nach Kundenwunsch gefertigt. So wie hier für den IGZ Campus in Falkenberg, Deutschland.

Blick nach vorne
Felicitas Kohler, CEO Planlicht

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