Exportschlager

Egal, wie lange der Krieg in der Ukraine noch dauern wird, eines ist klar: Die geopolitische Weltordnung hat sich geändert. Damit einher geht auch eine Veränderung der weltweiten Warenflüsse und Handelsbeziehungen.

Angst vor dem Ende der Globalisierung muss man aber keine haben, denn dafür ist die Weltwirtschaft schlicht zu eng verwoben. Mit einer Exportquote von 73 Prozent im Jahr 2020 ist die Tiroler Industrie zwar auf Abnehmer aus dem Ausland angewiesen – aber auch vice versa. Denn unter den heimischen Unternehmen sind einige Weltmarktführer, die Know-how haben, das so schnell nicht ersetzbar ist. 7,4 Milliarden Euro exportiert Tirols Wirtschaft allein in die Nachbarländer Deutschland, Italien und die Schweiz.

Zu den größten Exporteuren Tirols zählen unter anderem diese fünf Unternehmen:

  • Sandoz: 1,9 Milliarden Euro erzielte die Kundler Firma 2020 mit der Produktion von Generika und Antibiotika. Pharmazeutische Mittel belegen mit einem Volumen von 1,3 Milliarden Euro Platz eins unter den Exportwarten Tirols – der Großteil dürfte von Sandoz stammen.
  • Fritz Egger: Holz und Holzwaren machten 2020 die drittgrößte Warengruppe der Tiroler Exporte aus. Dafür verantwortlich zeichnet nicht nur die in St. Johann sitzende Egger-Gruppe, sondern auch Binderholz und Pfeifer.
  • Innio: Mit der Herstellung von Gasmotoren, Dieselgeneratoren und Blockmotoren erwirtschaftete Innio 2020 stolze 1,03 Milliarden Euro – und ist damit das drittumsatzstärkste Unternehmen Tirols.
  • Plansee: Der Konzern aus Reutte ist auf die pulvermetallurgische Herstellung und Verarbeitung spezialisiert – etwa in Produkten von Apple – und zählt mit 332 Millionen Euro zu den umsatz- und exportstärksten Unternehmen Tirols.
  • Montanwerke Brixlegg: Über 80 Prozent der erzeugten Kupfer-Halbzeuge exportiert das Unternehmen nach eigenen Angaben.

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Exportschlager
Obwohl es derzeit so scheint, dass wir am Ende der globalisierten Weltwirtschaft angekommen sind, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, dass sich das System des weltweiten Warenaustausches sich nicht abschafft, sondern weiterentwickelt.

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