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Stabile Entwicklung

EGGER Gruppe verzeichnet stabile Halbjahresgeschäftsentwicklung

Die EGGER Gruppenleitung (v. l.): Thomas Leissing, Hannes Mitterweissacher, Frank Bölling und Michael Egger jun.
Stabile Entwicklung

EGGER Gruppe verzeichnet stabile Halbjahresgeschäftsentwicklung

Die EGGER Gruppenleitung (v. l.): Thomas Leissing, Hannes Mitterweissacher, Frank Bölling und Michael Egger jun.

Mit einem konsolidierten Umsatz von 2,1 Mrd. Euro (–7,0 % im Vergleich zum Vorjahr) hat die EGGER Gruppe, mit Hauptsitz in St. Johann in Tirol, das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2023/2024 (bis zum 31. Oktober 2023) erfolgreich abgeschlossen.

Die Geschäftsbedingungen waren anspruchsvoll aufgrund anhaltender hoher Inflation, steigender Zinsen, volatiler Rohstoffpreise und geopolitischer Krisen. Trotz dieser Herausforderungen zieht der Hersteller von Holzwerkstoffen eine positive Bilanz für die stabile Entwicklung im ersten Halbjahr 2023/2024.

Thomas Leissing, Sprecher der EGGER Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen/Verwaltung, äußerte sich dazu: „Die ersten sechs Monate unseres Geschäftsjahres waren herausfordernd. Die anhaltende Inflation in vielen Regionen, verschärfte Kapitalanforderungen im Eigenheimbau und weltweite geopolitische Unsicherheiten führten zu einer allgemeinen Konsumschwäche und Nachfragerückgängen in fast allen Märkten. Dank des Engagements unserer über 11.000 Mitarbeiter konnten wir dennoch einen leicht rückläufigen Gruppenumsatz verzeichnen. Besonders erfreulich ist, dass wir im abgelaufenen ersten Halbjahr 2023/2024 strategisch richtungsweisende Entscheidungen getroffen haben, wie den Erwerb unseres 22. Produktionsstandorts in Markt Bibart (DE) und das Bekenntnis der EGGER Gruppe zum Net Zero Ziel 2050 im Rahmen des Klimaschutzes.“

Im ersten Halbjahr 2023/2024 erzielte die EGGER Gruppe einen Umsatz von 2.097,8 Mio. EUR (–7,0 % im Vergleich zum 1. Halbjahr 2022/2023) und ein EBITDA von 299,2 Mio. EUR (–15,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Die EBITDA-Marge liegt bei 14,3 %, während die Eigenkapitalquote weiterhin auf hohem Niveau von 44,9 % verbleibt.

Dieses Ergebnis spiegelt die stark schwankenden Rahmenbedingungen der letzten sechs Monate wider. Umsatz- und Ergebnisrückgänge betreffen besonders die Produktbereiche Fußboden, OSB und Schnittholz. Der Vorjahreszeitraum war teilweise von einem außergewöhnlich positiven Marktumfeld und Margenniveau geprägt. Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden sind nun direkt von der rückläufigen Bauindustrie betroffen. Positive Effekte auf die Umsatzentwicklung im Bereich der dekorativen Produkte für den Möbel- und Innenausbau ergaben sich aus der erstmaligen Einbeziehung des Werks Caorso (IT), an dem EGGER seit Ende 2022 eine Mehrheitsbeteiligung hält. Das Werk in Lexington, NC (US) konnte darüber hinaus Mengensteigerungen durch den weiteren Marktausbau in den USA verzeichnen. Insgesamt führten diese Effekte zu einem Gruppenumsatz und Ergebnis, das leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt.

Langfristige Investitionsstrategie

Die EGGER Gruppe verfolgt konsequent ihre Strategie, die Unternehmensgruppe kontinuierlich weiterzuentwickeln, auch in einem volatilen Marktumfeld. Im ersten Halbjahr 2023/2024 beliefen sich die Investitionen auf 238,6 Mio. EUR (im Vergleich zu 229,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum). Dabei lag der Fokus auf der Erweiterung der aktiven Rückwärtsintegration und der weiteren Steigerung der Nachhaltigkeitsleistung. Ein zentrales Thema war die Förderung der Kreislaufwirtschaft, wofür EGGER in Anlagen zur Aufbereitung von Recyclingholz und eigene Sammelstandorte investierte.

Für den Klimaschutz: Der Weg zu Net Zero

Im vergangenen ersten Halbjahr legte die EGGER Gruppe den Grundstein für substanzielle Investitionen in den kommenden Jahren, indem sie ihre Klimastrategie mit dem Ziel Net Zero 2050 verabschiedete. Das Unternehmen verpflichtet sich, seine klimawirksamen Treibhausgasemissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu reduzieren. Die Strategie setzt klar auf Emissionsreduktion statt Kompensation außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Um diese Ziele zu erreichen, sind umfassende Maßnahmen in verschiedenen Unternehmensbereichen geplant, mit festgelegten Zwischenzielen bis 2030. Hierzu gehören eine Reduktion der direkten Emissionen der eigenen Werke (Scope 1) um mindestens 30 %, der indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) um mindestens 40 % und der indirekten vor- und nachgelagerten Emissionen (Scope 3) um mindestens 10 %. Zur Umsetzung sind unter anderem zusätzliche Biomassekraftwerke und Photovoltaik-Anlagen in Planung, um die Abkehr von fossilen Energieträgern weiter voranzutreiben. Weitere Details zur Klimastrategie finden sich unter to.egger.link/climate-strategy.

Weiteres Wachstum: 22. Werk in Markt Bibart (DE)

Die EGGER Gruppe legte den Grundstein für einen weiteren Meilenstein in ihrer Geschichte durch die Übernahme des Spanplattenwerks in Markt Bibart (DE). Mit diesem neuen Standort in Deutschland umfasst die EGGER Gruppe nun 22 Werke. Der Kaufvertrag wurde am 8. September 2023 unterzeichnet, und das erfolgreiche Closing erfolgte Anfang November, kurz nach Abschluss des ersten Geschäftshalbjahres.

Ausblick auf 2. Halbjahr mit Unsicherheiten behaftet

Der gesamtwirtschaftliche Ausblick bleibt mit großer Unsicherheit behaftet, weshalb EGGER dem zweiten Geschäftshalbjahr 2023/2024 mit einer gedämpften Ergebniserwartung entgegenblickt. Der Holzwerkstoffhersteller erwartet, auch aufgrund saisonaler Effekte, einen weiteren Nachfragerückgang. Dennoch sieht sich EGGER gut gerüstet, nicht nur erfolgreich durch die derzeitige gesamtwirtschaftliche Eintrübung zu kommen, sondern gestärkt daraus hervorzugehen. Das Unternehmen vertraut auf seine mehr als 11.000 qualifizierten und motivierten Mitarbeiter sowie die fortgesetzte erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern weltweit. Gemeinsam mit ihnen ist EGGER überzeugt, die Vorteile seines nachhaltigen Geschäftsmodells, seiner starken finanziellen Basis und die Produktionsvorteile seiner hochmodernen Werke voll ausschöpfen zu können.

20. Dezember 2023 | AutorIn: David Wintner | Foto: Egger

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