Ein Unternehmen am Puls der Zeit

Foto: AMT, Die Fotografen
Mehr als 380 „Qualität Tirol“ Produkte stammen aus regionaler und kleinbäuerlicher Erzeugung.

Ein Unternehmen am Puls der Zeit

Mehr als 380 „Qualität Tirol“ Produkte stammen aus regionaler und kleinbäuerlicher Erzeugung.

Im Gespräch mit top.tirol erklärt Matthias Pöschl, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol GmbH, mit welchen Projekten sich das Unternehmen augenblicklich beschäftigt, wie er das abgelaufene Jahr beurteilt und wie man den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen begegnen möchte.

Das Jahr 2022 neigt sich schon langsam wieder dem Ende zu – eine vorläufige Bilanz?

Matthias Pöschl: Wir konnten wieder mit „unseren“ Produkten, versehen mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“, ein mehr als kräftiges Lebenszeichen am heimischen Markt erzielen. Die große Nachfrage nach Produkten, gewachsen und veredelt in Tirol, gepaart mit neuen Produkteinführungen am Markt und die stetig steigenden Absatzzahlen ermutigen uns, den eingetretenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Ich möchte mich deshalb bei unseren Partnern, sowohl auf der Produzentenseite als auch bei den Handelspartnern, für die gute Zusammenarbeit bedanken!

Mit welchen Projekten beschäftigt sich die Agrarmarketing Tirol aktuell?

Zahlreiche Projekte befinden sich in der Pipeline. Gerade haben wir die erste Phase des Projektes „Winterfrischgemüse“ abgeschlossen. Zielsetzung ist es, den Anbau von Gemüse in den Wintermonaten in Tirol zu forcieren. Die Ergebnisse werden augenblicklich evaluiert, ein Folgeprojekt ist schon in Planung.

Welche Bedeutung hat Regionalität im Kontext von Lebensmittel?

Regionale Lebensmittel liegen voll im Trend. Kaum ein Lebensmittelhändler, der keine Marke für regionale Produkte in seinem Sortiment anbietet. Auch Discounter werben damit. Durch den Kauf regionaler Lebensmittel erhält der Verbraucher das gute Gefühl, ländliche Strukturen in der Region zu unterstützen und durch kurze Transportwege das Klima zu schonen. Wichtig scheint mir, die Regionalität im Zusammenhang mit Saisonalität zu sehen, ein perfektes Beispiel für das ökologische Zusammenspiel. Regionalität sorgt für einen geringen ökologischen Fußabdruck und bietet einen wichtigen Nachhaltigkeitsfaktor – vor allem für die nächsten Generationen.

Sie betonen auch die Nachhaltigkeit?

Ich sehe Regionalität und Nachhaltigkeit als siamesische Zwillinge. Der Kauf regionaler Lebensmittel ist für mich eine Ausdrucksform eines nachhaltigen Lebensstils. Gütesiegel können hier eine wichtige Rolle übernehmen. Der Konsument will schließlich Klarheit haben. Das Gütesiegel „Qualität Tirol“ ist hier das Leistungsversprechen für regionale, nachhaltig produzierte Lebensmittel von höchster Güte, die in Tirol gewachsen und veredelt werden.

Die wichtigsten Vorhaben im neuen Jahr?

Wir beschäftigen uns mit aktuellen Trends wie Lebensmittel- und Ernährungssicherheit für alle mittels nachhaltiger Lebensmittelsysteme vom Hof zum Tisch. Darauf legen wir im neuen Jahr einen speziellen Fokus. Das neue Lebensmittelinnovationszentrum hilft uns hier, Lösungen für die mannigfaltigen Herausforderungen zu finden. Die Detailplanungen laufen gerade. So viel können wir schon verraten: Es bleibt spannend!

Der Wunsch ans Christkind?

Mein Wunsch an die TirolerInnen lautet, dass gerade in der Vorweihnachtszeit beim Kauf von Lebensmitteln, Produkten aus der Region der Vorrang gegeben wird. Lokale Produkte überzeugen in vielerlei Hinsicht: erstklassige Qualität, kurze und klimafreundliche Transportwege und Unterstützung der lokalen Wirtschaft. Das Beste daran ist, KonsumentInnen und ProduzentInnen profitieren davon gleichermaßen! 

Worauf freuen Sie sich persönlich ganz besonders?

Dass möglichst viele Ideen und Projekte in die konkrete Umsetzung gehen. Wir arbeiten in einem hochdynamischen Umfeld und wollen hier in vielen Bereichen die Themenführerschaft behalten und ausbauen. Für mich und meine Familie wünsche ich mir vor allem Gesundheit und ein paar ruhige Tage rund um Weihnachten.

Lebensmittelinnovationszentrum

Das Lebensmittelinnovationszentrum (LIZ) der Agrarmarketing Tirol fungiert als Anlaufstelle für LandwirtInnen, GastronomInnen, VerarbeiterInnen, VermarkterInnen und KonsumentInnen.

Es besteht aus den Bereichen Genusswerk, Farmlab, Beratung und Innovation. Der Fokus des Angebots liegt auf hochwertigen, regionalen Lebensmitteln aus kleinstrukturierter Landwirtschaft.

  • Matthias-Poschl

    „Gemeinsam mit meinem Team arbeiten wir an innovativen Lösungen für die Landwirtschaft.“ Matthias Pöschl, Geschäftsführer Agrarmarketing Tirol



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