Round-Table-Gespräch mit Manuel Ferstl

top.tirol: Wie sind Sie in Ihrem Unternehmen bis jetzt durch die Coronapandemie gekommen?

Die Lockdown-Zeiten haben wir schon gespürt, da muss ich mich meinen Vorrednern anschließen. Die Frequenz ist vergleichbar mit Licht-An und -Ausschalten. Der Verkauf hat sich nach dem Öffnen aber rasch erholt. Der Jänner war schwierig, deshalb laufen wir den Verkaufszielen noch ein wenig hinterher. Die E-Mobilität läuft bei uns sehr gut. Von allen VW- Modellen, die heuer in Österreich verkauft wurden, waren 25 Prozent reine Elektrofahrzeuge, ohne Hybrid. Man merkt, dass dieses Segment noch schneller wächst als angenommen. Mit dem Wegfall der Investitionsprämie und dem E-Mobilitätsbonus hat der Verkauf nachgelassen, dennoch ist die aktuelle Nachfrage nach E-Fahrzeugen dank Sachbezugsbefreiung sehr gut.

Sind wir bereits im Zeitalter der Elektromobilität angekommen oder ist der Weg dorthin noch mit mehreren „Stromausfällen“ gepflastert?

Der Privatkunde hat viel mehr Ressentiments gegenüber E-Autos als Firmenkunden. Firmen generieren bei der Anschaffung mehr Vorteile wie Sachbezugsbefreiung und Vorsteuerabzug. Außerdem tut sich eine Firma leichter mit der Errichtung einer Ladeinfrastruktur am Firmengelände als ein Privatkunde, der zum Beispiel in einem Mehrparteienhaus wohnt. Auch hier sind noch viele Hürden zu bewältigen. VW hat mit der Modelllinie ID. aber stark zugelegt.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Autohandel in den kommenden Jahren entwickeln?

Ich glaube nicht, dass sich in den nächsten Jahren viel verändern wird. Die Leute wollen das Kauferlebnis, die Fahrzeugabholung ist sogar ein Event für die ganze Familie. Es gibt von Importeursseite aus Initiativen, um den Onlineverkauf verstärkt ins Rollen zu bringen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Leute die Angebote vom Internet ausdrucken und in den Autosalon kommen, mit der Frage, ob dieses Angebot auch bei uns gültig wäre. Bei Fahrzeugen zwischen 30.000 und 50.000 Euro sind die Menschen aber sehr vorsichtig, einen Kauf im Internet zu tätigen. Ein Videospiel im Internet zu kaufen, ist halt etwas anderes, als ein Auto online zu ordern. Sogar Amazon hat den Autoverkauf im Internet aufgegeben, obwohl die am besten wissen, wie Onlineverkauf funktioniert. Das sagt schon einiges aus.

Was war eigentlich das Traumauto Ihrer Jugend?

Geprägt durch meinem Vater, war ich Fan vom Alfa Romeo 156. Heute wäre ein Porsche 911
Cabrio mein Traum.

Zur Person:

Manuel Ferstl kommt usrprünglich aus Reutte und arbeitete sich in der Vowa vom Verkaufsberater zum Verkaufseiter nach oben. Heute leitet er die VW-Verkäufe in den Porsche Betrieben am Mitterweg und der Hallerstraße und ist in Rinn beheimatet.

Round-Table-Gespräch mit Manuel Ferstl
Manuel Ferstl, Porsche Innsbruck Hallerstraße, VW-Verbund-Vertriebsleiter

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